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Das Revery ist ein ACOTAR / Reich der sieben Höfe-Forum, welches auf den Büchern von Sarah J. Maas basiert. Wir spielen in einer alternativen Timeline im Jahr 8036 und nehmen somit keinen Bezug auf Buchcharaktere und ihre Storyline. Bespielbar sind bei uns sowohl High, Gewöhnliche Fae oder auch Halb Fae und alle bekannten Höfe. Wir freuen uns auf dich!
Aktuelles
News Der erste Plot wurde angekündigt und wir fassen euch noch einmal neue inhaltliche Dinge zusammen. Zu den News.
19.01.26
Start: Endlich geht es los! Wir haben offiziell eröffnet und freuen uns, auf viele tolle Geschichten, Charaktere und vor allem Spannung.!
09.11.25
1. Plot Wir kündigen unseren ersten Plot an: Nymavelle.
Inplay Start Wir haben mit dem Inplay offiziell begonnen. Viel Spaß!
Zum Plot doch nicht nur den haben wir für euch bereit: Vom 30.01.2026 bis 01.02.2026 findet unser erstes Postingevent statt.
Hof des Frühlings
Als Halb Fae aus dem Hof des Morgens ist Asher Solaryn von einer Herkunft gezeichnet, die man ihm nie vergeben hat. Als Sohn einer menschlichen Frau und eines High Fae, der sie offen liebte, verlor er früh alles, was ihm Halt hätte geben können. Statt zu gedeihen, lernte er zu überleben.
Ohne angeborene Kernmagie, dafür mit scharfem Verstand, erlernter Magie und einer ihm aufgezwungenen Gewalt ausgestattet, kämpfte er sich durch den Krieg und die untersten Schichten der Gesellschaft. Im Hof des Frühlings hat er sich längst einen Ruf gemacht: widerspenstig, gefährlich und schwer zu kontrollieren. Für viele High Fae ist er nichts weiter als das, was sie in Menschen schon immer sehen wollten: Ein wildes Tier, das es zu brechen gilt, notfalls mit Gewalt. Doch Gewalt ist ein ständiger Begleiter in seinem Leben. In jungen Jahren wurde er Zeuge des brutalen Mordes an seinen Eltern, bevor man ihn in die Sklaverei verkaufte. Von Hof zu Hof weitergereicht, als Besitz behandelt und in illegalen Kämpfen ausgebeutet, wurde seine Schale stahlhart und sein Kern eiskalt. Seine Schönheit machte ihn begehrt, sein Wille machte ihn problematisch.
Anders als viele andere Halb Fae bekam Asher nie die Wahl, ein Leben südlich der Mauer zu führen. Andere trafen diese Entscheidung für ihn, während er offiziell nicht mehr als Sklave, sondern als niederer Bediensteter galt. Ein Unterschied ohne wirkliche Bedeutung. Jeder Versuch, seinen Willen zu brechen, scheiterte. Als sein letzter Besitzer diesen Umstand unterschätzte, nutzte Asher die Gelegenheit und tötete ihn.
Freiheit brachte ihm selbst das nicht. Stattdessen wurde er erneut gefangen genommen und von einem Vermittler für Low- und Halb Fae-Arbeitskräfte an Rikka Skóvaelis weitergereicht. Sie wollte ihn vor allem aufgrund seiner offensichtlichen Schönheit und betrachtet ihn als Statussymbol. Ein Irrtum, den Asher geduldig hinnimmt.
Nach aussen hin wirkt er kühl, beherrscht und stellenweise angepasst. Innerlich jedoch ist er ungebrochen. Loyalität schuldet er niemandem, Freiheit hingegen sich selbst. Er wartet auf den richtigen Moment, um erneut zu fliehen, idealerweise an den Hof des Winters, der Wandel verspricht statt Stillstand.
Doch anders als seine vorherigen Besitzer hat seine aktuelle Mistress Mittel gefunden, um eine einfache Flucht zu verhindern. Also bleibt ihm vorerst nur eines: abzuwarten und den richtigen Moment zu erkennen. Geduld, das weiss Asher gut, ist manchmal die schärfste Waffe.
played by Zir
last seen 20.03.2026
since 11.01.2026
position "Bediensteter"
Averis Veralea stammt aus einer Familie, deren Name einst großen Einfluss im Frühlingshof hatte. Die dreiblättrige Kornblume der Veraleas fand sich auf Handelsverträgen in ganz Prythian. Über Generationen hinweg bauten Handel, Reichtum und Verbindungen den Ruf der Familie auf. Ein großer Teil dieses Wohlstands beruhte jedoch auf einem Geschäft, über das heute kaum noch jemand offen spricht: dem Handel mit Menschen.
Der Große Krieg veränderte alles. Mit der Befreiung der Menschen brach das Fundament der Familie zusammen. Das Geschäft verschwand, der alte Familiensitz lag plötzlich jenseits der Mauer im Menschenreich und der Einfluss der Veraleas verschwand schnell. Familien, die früher engen Kontakt gepflegt hatten, gingen auf Abstand. Der Name Veralea wurde plötzlich mit Vorsicht ausgesprochen. Averis konnte diesen Wandel deutlich spüren. Gespräche verstummten, wenn sie einen Raum betrat, Einladungen wurden seltener.
Der Fall der Veraleas traf Averis stärker, als sie zeigen wollte. Sie war in großem Wohlstand aufgewachsen. Feste, Diener und ein Leben ohne große Sorgen waren für sie lange selbstverständlich gewesen. Der Name ihrer Familie hatte Gewicht und Averis musste sich nie fragen, ob sich daran etwas ändern könnte. Als dieser Einfluss verschwand, veränderte sich ihr Leben plötzlich. Dinge, die früher selbstverständlich gewesen waren, wurden selten. Auch der Umgang der anderen Fae mit ihnen kühlte spürbar ab. Am Anfang fiel es Averis schwer, sich daran zu gewöhnen. Sie hatte ihr ganzes Leben in einer Welt verbracht, in der ihr Name Türen öffnete. Jetzt merkte sie, wie schnell sich das ändern konnte. Mit der Zeit lernte sie, sich anzupassen. Averis reagierte darauf nicht mit Wut. Stattdessen wurde sie stiller, vorsichtiger und begann mehr zu beobachten, bevor sie sprach.
In dieser Zeit begann sie, sich intensiver mit Pflanzen und Kräutern zu beschäftigen. Anfangs war es nur eine ruhige Beschäftigung in den Gärten des Frühlingshofes. Mit den Jahren entwickelte sich daraus ein echtes Wissen über Heilpflanzen, Kräuter und ihre Wirkungen.
Während ihr Zwillingsbruder Laren heute mitten im gesellschaftlichen Leben des Hofes steht, bleibt Averis meist im Hintergrund. Sie beobachtet, merkt sich Dinge und spricht selten mehr als nötig. Viele halten sie deshalb für unauffällig.
Die wichtigste Konstante in ihrem Leben war schon immer Laren. Für Averis hat sich nie die Frage gestellt, wem ihre Loyalität gilt. Manchmal hat sie das Gefühl, dass sie nur noch lebt und auf ihren Zwillingsbruder achtet – so wie er auf sie.
Vor nicht allzu langer Zeit versuchte ihre Familie, eine Verbindung für sie zu arrangieren. Ein High Fae aus einer einflussreichen Linie sollte den Namen Veralea wieder stabilisieren. Politisch war es eine sinnvolle Entscheidung. Doch der Fae, den sie heiraten sollte, machte schnell deutlich, was er von der gefallenen Familie hielt. Zuerst waren es nur Worte. Spott über den Namen Veralea und kleine Demütigungen. Später blieb es nicht mehr dabei. Laren wurde für ihn zu einem einfachen Ziel und Averis wusste, dass die Zwillinge keine gute Zukunft haben würden. Der High Fae starb. Offiziell war es ein unglücklicher Vorfall – ein plötzliches Fieber, gegen das selbst die Heiler nichts tun konnten. Averis weiß, dass es kein Zufall war. Das Gift war selten und kaum nachweisbar. Ein paar Tropfen in seinem Wein reichten aus, auch wenn sie dem Fae am liebsten ihren Dolch in die Brust gestoßen hätte. Sie hat nie darüber gesprochen und sie bereut nichts.
Als High Fae ist Averis mit den Hierarchien Prythians aufgewachsen. Früher hat sie diese Ordnung kaum hinterfragt. Erst der Fall ihrer eigenen Familie hat ihr gezeigt, wie schnell sich Macht und Status verändern können. Heute begegnet sie gewöhnlichen Fae deutlich weniger herablassend als viele andere High Fae.
Auch die politischen Entwicklungen verfolgt sie aufmerksam. Am Hof wird viel über die High Lady des Winterhofes und die Rolle der Low Fae gesprochen. Offiziell steht der Frühlingshof loyal an ihrer Seite, und Averis hat keinen Grund, diese Haltung offen infrage zu stellen.
Im Alltag bewegt sie sich ruhig durch den Frühlingshof. Viele unterschätzen sie – eine stille Tochter einer gefallenen Dynastie. Averis hat nie versucht, diesen Eindruck zu korrigieren. Manchmal ist es besser, wenn niemand genau weiß, wozu man wirklich fähig ist.
played by Sarah*
last seen 20.03.2026
since 26.02.2026
position Hofglanz
Caelia ist wie eine zarte Blume, die sich manchmal mit dem Wind neigt, wenn er aufkommt. Eine Blume, deren Blüte sich bisher noch nicht öffnen konnte. Die junge High Fae, deren Wurzeln im Hof des Frühlings liegen, sah noch nie etwas anderes als die heimischen vier Wände oder die Umgebung. Selbst, als sie während des Krieges in einem Lazarett gearbeitet hatte, befand sich dieses nur wenige Kilometer entfernt von ihrem Wohnort. Ihre Zuhause ist ein wichtiger Zuflucht für sie. Der kleine, angrenzende Garten erdet die junge High Fae und lässt sie all ihre Sorgen vergessen. Sie liebt die Blumen, die zarten, süßlichen Düfte, die davon ausgehen, und verkauft diese auf dem hiesigen Markt. Ruhig, warmherzig und gutmütig sind Eigenschaften, die sie am meisten auszeichnen. Caelia hält sich stets im Hintergrund, kümmert sich vorrangig um das Wohl anderer und liebt die Harmonie. Streitigkeiten lassen sie sich unwohl fühlen, auch, weil sie nicht weiß, wie sie damit umgehen soll. Leider wird sie oft unterschätzt, insbesondere von ihren Schwestern. Von Lysara, weil diese sich noch an ihre schwächliche Kondition als Baby erinnern kann und Liora, weil Caelia Schwierigkeiten hat, sich durchzusetzen. Als ihre Mutter starb, übernahm Caelia danach komplett die hauswirtschaftlichen Aufgaben - sie wäscht die Wäsche, putzt und kocht. Kann selbst aus den wenigsten Zutaten etwas unglaublich Köstliches zubereiten. Des Weiteren kümmert sie sich um ihren Vater, der seit dem Tod seiner Frau meist lethargisch in das Feuer oder aus dem Fenster starrt. Zu ihm Zugang zu finden, fällt ihr ausgesprochen schwer. Denn einst gehörte die Familie Briarwyn zu den angesehensten Kaufmannsfamilien in ganz Prythian. Nun sind sie nur noch ein Schatten ihrer selbst nach dem Verlust ihres Geldes, ihrer Handelsbeziehungen sowie ihres Hab und Guts.
Caelias Kernmagie ist das Astralreisen, weswegen sie manchmal abwesend wirkt, weil ein Teil ihres Geistes sich abspaltet und sich an einem anderen Ort befindet. Obwohl sich ihre Kernmagie meistens selbstständig macht, kann sie dafür ziemlich gut eine mentale Schutzbarriere hochziehen. Nur selten verliert sie die Kontrolle darüber, denn ohne diese Schutzbarriere spürt sie zu viel von ihrer Umwelt und von dem, was gerade eben passiert.
Gewöhnlichen Fae steht sie tolerant gegenüber. Für sie gibt es keinen Unterschied zwischen High und Low Fae. Schließlich waschen sich ja alle mit demselben Wasser die Hände, oder? Den Aufstieg der High Lady des Winters hat sie nur am Rande mitbekommen. Sie versteht zu wenig von Politik, um sich eine Meinung bilden zu können. Dennoch fragt sie sich, was dieser Aufstieg bedeuten und welche Auswirkungen er mit sich bringen könnte.
played by Tini
last seen 16.03.2026
since 21.12.2025
position Blumenverkäuferin/Hausfrau
Verwöhnt ist ein erster Eindruck, den man von der Tochter einer einflussreichen Familie gewinnt, die teuren Stoffe bester Qualität am Leibe trägt, stets mit Geschenken und Zuwendung überhäuft wurde und der es nie an etwas gefehlt hat. Eine heile Familie, eine liebende große Schwester – traditionsreiche und sorgsame Bildung, die jedoch bei der jüngeren Skóvaelis nicht zur Gänze gefruchtet zu haben scheint. Denn auch wenn sie mit ihren verträumten, dunklen Augen und den kupferfarbenen langen Haaren aussieht wie eine kleine Prinzessin oder ein ruhendes Rehkitz, hat die eigensinnige Windbändigerin nicht viel dieser zierlichen Anmut. Zu eigensinnig, zu exzentrisch und zu gefühlvoll, um den perfekten Schein zu wahren, oder herabwürdigend auf Low Fae hinab zu sehen, hat sie zwar gelernt, was es heißt über anderen zu stehen, begibt sich jedoch zu oft hinab. Spaziert in der Natur, taucht ihre Finger in Farben und hält eine gewisse Wildheit inne, die nie gänzlich gezähmt und versteckt werden konnte. Zu oft ist sie mit ihrem Willen und ihren Wünschen durchgekommen, wurde Dank des Einwirkens ihrer Schwester vor einer geplanten Ehe bewahrt, und scheint ohnehin kein Interesse daran zu haben, sich zähmen und einpferchen zu lassen. Impulsiv, sprunghaft und doch leidenschaftlich, fehlt es ihr nicht an Empathie für andere, doch rechtfertigt sie gleichzeitig mit dieser das Tun und Handeln anderer. Durch und durch Künstlerin schafft Evelith nicht nur Gemälde die die Farben und Szenerien der echten Welt einfangen, sondern auch abstrakte Kunstwerke mit bunten, wilden Farben die Gefühle beherbergen und auslösen, und repariert zerschellte, teure Vasen und Krüge um daraus etwas Neues entstehen zu lassen. Ihr Geschick bezieht sich meist auf künstlerisches Handwerk, weniger auf die Pflichten einer Hausfrau oder gar grobschlächtige Arbeiten. In ihren mehr als fünfhundert Jahren hat sie jedoch langsam genug davon, behütet und verhätschelt zu werden, ist doch immerhin kein kleiner Sprössling mehr, sondern fühlt intensiv und will die Welt und all ihre Schönheit und Möglichkeiten für sich entdecken. Auch wenn die Low Fae einen ganz anderen Stand haben, als sie oder ihre Familie, und gewisse Einstellungen auch an sie weitergegeben wurden, so ist es doch erstaunlich einfach sie von kargen, schubladenartigen prinzipien abzubringen. So hat sie doch oft einen anderen Blickwinkel, eine andere Sichtweise und hegt sogar ein gewisses Interesse für jene, die irgendwie anders erscheinen. Auffällige Attribute und Farben sind es, die sie doch immerhin geradezu faszinieren. So beobachtet sie den aufstieg einer weiblichen Low Fae in den Rang zur High Lady doch mit unverhohlenem Interesse.
played by Jules
last seen 22.02.2026
since 15.02.2026
position Künstlerin
Der Name Maewyn verkörpert einen gewissen Stolz, eine Erhabenheit und Macht…die der jungen Seele gänzlich zu fehlen scheint. Geradezu harmlos, unsicher und schüchtern scheint sie mit ihrem Kopf oft eher in den Wolken oder bei den Pflanzen, die um sie herum erblühen, als bei irgendwelchen strategischen Planungen der Zukunft dabei zu sein. Ambitionen und Willenskraft fehlen ihr, denn auch wenn sie die Tochter des Mannes ist, der schon seit Generationen durch mächtige Magie für Sicherheit am Hofe sorgt, hat sie nichts von seinem Scharfsinn und seiner einschüchternden Präsenz und strenge geerbt - und ebeso wenig von der Listigkeit und Perfektion ihrer Mutter, deren Familie als einstige Sklavenhändler inzwischen ein wenig in ihrem Einfluss verloren hat. Beide versuchen ihren jungen Spross zu formen und ihren Stand und ihr Ansehen zu verfestigen und stetig zu verbessern. Immerhin könnte man ihre Hand durchaus clever nutzen, wenn sie bloß ihr Potential mehr entfalten würde und nicht so ein dummes Naivchen wäre. Flora fällt aus dem Raster der hohen Erwartungen, erstrahlt nicht blendend und raumeinnehmend, sorgt nicht dafür, dass sich andere Adelige und Höfe um sie reißen, sondern versteckt sich lieber vor Verantwortung und Verpflichtungen. Jugendlich beinahe, obwohl sie inzwischen als ausgewachsen gilt, fehlen ihr hunderte Jahre an Erfahrung, die sie so oder so zu sammeln hat. Sie selbst hat dabei mehr Geduld für ihre Umgebung und Mit-Fae als man ihr selbst gegenüber an den Tag legt. Musste sie sich doch schon die ein oder andere Rüge anhören, wann immer sie in einer Wildblumenwiese einnickte oder lieber mit den Bewohnern des Waldes spielte, als sich die Geschichte und Lehren um die Ohren zu schlagen. Dabei ist sie durchaus fleißig und bemüht – jedoch auch leicht abzulenken und zu beeinflussen. Lieber richtet sie sich nach den Wünschen anderer, als anzuecken, und läuft vor Ärger lieber davon, als sich diesem zu stellen, auch wenn sie ihn anschließend mit ruhiger Demut erträgt.

Ihre Aufrichtigkeit ist Stärke sowie Schwäche zugleich, macht es sie doch ehrlich und hilfsbereit, zugänglich und vertrauensselig…zugleich ist ihre Leichtgläubigkeit erschreckend. In Anbetracht ihrer Umgebung sollte sie wohl kaum jedem Wort Glauben schenken, doch schafft sie es einfach nicht, Lügen zu erkennen oder auch nur zu vermuten. Herzensgut glaubt sie einfach, dass andere ihr ebenso ehrlich entgegentreten, wie sie es tut. Dabei kann sie durchaus feinfühlig sein, zumindest was ihr Mitgefühl angeht, so versucht sie doch stets, ihr Gegenüber zu trösten und aufzumuntern, wenn auch etwas unbeholfen. Sie selbst ist recht sensibel, auch wenn sie sich nicht immer von ruppigen Worten gänzlich abweisen und entmutigen lässt, weil sie dahinter immer eine Begründung und Erklärung sucht. Diese wiegen ihr dennoch schwer auf dem Herzen. Man könnte sie auch definitiv als emotional beschreiben, fühlt sie doch schnell mit und ist auch leicht zu Tränen zu rühren – ebenso wie zu erschrecken. Ohnehin eher bescheiden, geradezu unsicher, vertraut sie lieber auf andere als auf sich selbst, bevorzugt aber immer eine friedliche Lösung für alles. Es fällt ihr also schwer, Widerworte zu geben oder auch nur Einwände auszusprechen, weshalb man diese umso mehr als Hilfeschrei wahrnehmen müsste, statt sie beiseitezufegen.

Oft findet sie zwischen Kräutern und Blumen einen Frieden und eine Ruhe, die ihr Herz weniger schwer fühlen lässt, und beim Hegen und Pflegen der Gewächse kann sie ganze Stunden vergessen. Somit ist es also kein Wunder, dass sie ihr Gespür und den grünen Daumen für diese Arbeit nutzt, auch wenn sich ihre Mutter stets etwas…Gehobeneres für sie vorgestellt hatte. Die scharfen, abschätzenden Blicke tun ebenso weh wie die kalte Ignoranz ihres Vaters, doch das seichte Flüstern der Blumen und auch das weiche Fell und melodische Zwitschern der Natur sind Balsam für die Seele. Besonders nachdem sich ihr Magiekern als Gestaltwandlung offenbarte, übertraf das Staunen die Überraschung – und wurde von Enttäuschung gekrönt, weil sich die rasch verunsicherte Fae nicht als Naturtalent herausstellte. Doch ebenso erklärt es ihr Händchen für den Umgang mit Wildtieren, schienen diese doch oft auch ein wenig zutraulicher, oder zumindest nachsichtiger mit ihr. Freiwillig verbringt sie also auch heute noch viel lieber ihre Zeit mit der Flora und Fauna des Hofes als mit dessen Adeligen – und auch die gewöhnlichen Fae lassen sie oft viel weniger wie ein Außenseiter fühlen als ihre eigene Familie.

played by Jules
last seen 22.02.2026
since 09.11.2025
position Nichte des High Lords | Botanikerin
Mit deinen eisblauen Augen und deinem relativ kühlen Blick strahlst du nicht unbedingt Frühling aus, so wie es vielleicht in deiner Familie üblich wäre. Du bist High Fae am Hof des Frühlings und auch wenn du noch nicht alt zu lange nördlich der Mauer lebst, hast du dich mehr oder minder daran gewöhnt nicht mehr mitten im Wald zu leben. Deine ruhige und relativ geduldige Art hilft es dir durch das Leben zu gehen und bei manchen Dingen, die um dich herum passieren nicht einmal zu viel die Augen zu verdrehen. Vom Charakter her bist du jemand, der recht ruhig ist, nicht unbedingt das Gespräch sucht und den meisten Fae aus dem Weg geht, allerdings kannst du auch das Gegenteil sein, wenn man sich die Zeit nimmt und dich kennenlernt. Du bist keine introvertierte Persönlichkeit, du magst es einfach nur nicht Gespräche zu führen. Vielleicht versteckst du dich aus diesem Grund auch gerne mal mit deiner Kernmagie in einem der Bäume als Vogel. Dir liegt es ühnehin mehr die Leute zu beobachten, als Teil der Gesellschaft zu sein. Gerade als Assassine bzw Spion des High Lords und dahingehend irgendwie auch jemand, der Informationen beschafft kommt dieser Charaktertrait sehr zugute. Neben deinem Hauptberuf bist du auch noch Maler, aber das eher nur, um ein wenig was zu verdienen und ein Alibi zu haben, um nicht über deinen wahren Grund zu sprechen. Auch wenn du ein Leben hinter einem Vorgang aus Lügen lebst, so weißt du dennoch, dass es gewisse Menschen gibt, denen du vertrauen kannst, auch wenn dir Vertrauen fassen nach dem was alles in deinem Leben passiert ist sehr schwer fällt. Du bist niemand, der viel und gerne über sich oder gar seine Gefühle spricht, was für ein paar Leute sicherlich anstrengend sein kann. Doch du hast aufgehört über solche Dinge nachzudenken. Zumindest versuchst du dir das einzureden.

Mit deinen 420 Jahren hast du mittlerweile viel gesehen, viel gehört und viel miterlebt. Dennoch weißt du nicht wirklich, was du davon halten sollst, dass es am Winterhof nun eine Frau bis nach ganz oben geschafft hat. Nicht unbedingt ein Bild, welches du gerne sehen wollen würdest, da du natürlich innerhalb der Höfe während deiner Arbeit spüren kannst, welch Konfliktpotential verborgen liegt. Dennoch bist auch du gespannt in welche Richtung das Ganze gehen wird und wie das endet.
Gegen gewöhnliche Fae hast du dein Leben lang keinen Groll gehegt. Wie auch, wenn du all die Zeit gewöhnliche und Low Fae als Nachbarn hattet? Dennoch kommt es bei dir immer darauf an, welche Persönlichkeiten vor dir steht und wie du sie einzuschätzen hast. Findest du eine Person nicht sympathisch, dann hast es egal ob High oder gewöhnliche Fae. Du magst die Person nicht. Mi Blick auf die High Lady des Winters findest du es wohl einfach nur spannend wie weit es gewöhnliche Fae in dieser Welt schaffen können, ohne dass man sie gleich niederstreckt.
played by Kiki
last seen 20.03.2026
since 31.01.2026
position Assassine / Spion | Maler
Kieran Vaelrien wuchs in der unteren Mittelschicht des Frühlingshofes auf. Seine Familie hatte nie besonders viel Geld, aber immerhin ein paar Kontakte. Diese brachten dem aber eher ärmlichen Betrieb der Familie – früher einmal Jäger – nicht besonders viel Geld ein. Sie kämpften immer am Rand ihrer Existenz und auch wenn Kieran zu Beginn ein einfacher Bauer sein wollte, beschloss er schnell höher hinaus zu wollen. Durch Kontakte eines Onkels, dem das Glück mehr Hold schien als seiner Schwester – Kierans Mutter -, kam er schließlich näher an den Palast des High Lords und arbeitete sich unermüdlich hoch. Mit seinem Durchhaltevermögen und seiner Überzeugungskraft gelang es ihm schließlich in das Militär des Frühlingshofes aufgenommen zu werden. Eisern mit voller Kraft entwickelte sich der eher schmächtige kleine Kerl langsam zu einem angesehenen jungen Fae, der vor allem mit seiner Überzeugung und seinem Geschick im Umgang mit dem Schwert beweisen konnte wozu er fähig war. Auch im Krieg kämpfte er natürlich an der Seite seines High Lords und auch wenn sie verloren hatten und die Sklaverei aufgegeben wurde, war das für Kieran und seine Familie nur ein Erfolg.
Mittlerweile gehört seine Familie zur oberen Schicht am Hof des Frühlings, sie zogen in die Nähe des Palastes des High Lords und machten sich einen Namen in der Vermittlung von Low-Fae Arbeitskräften. Kieran genoss das Ansehen, welches ihm zu Teil wurde, schon immer sehr und sonnte sich regelrecht darin. Auch wenn er selbst mit dem Familienunternehmen nichts zu tun hatte, profitierte er von der Mauer in dem er als Wächter in einem bestimmten Bereich der Mauer eingesetzt wurde. Jenem Bereich, in dem er schon als junger Fae immer auf Jagd gegangen war. Ob er auf Grund des Familienunternehmens ein schlechtes Gewissen hatte? Nein. Denn schon immer hatte er eine Abneigung gegenüber den Low-Fae, auch wenn er nicht einmal genau sagen konnte wieso. Vermutlich, weil ihn die Abnormalitäten ein bisschen abschreckten und ihm keinen schönen Anblick boten. Kieran scheute jedoch auch nie diese Abneigung nicht doch auch irgendwie zu zeigen.
Heute pflegt er eine gute Beziehung zum High Lords, hat Erfolg und auch die Fae – egal welchen Geschlechts – scheinen ihm verfallen. Er liebt es zu feiern und einfach auch mal seine ganze Energie zu entladen, in welcher Art und Weise auch immer. Auch wenn er glücklich sein sollte, ist da noch immer etwas, was in seinem Leben zu fehlen scheint. Doch noch hat er keine Ahnung was das sein könnte…
played by San
last seen 20.03.2026
since 15.12.2025
position Wächter
»When you are not fed love on a silver spoon you learn to lick it off knives.«

Und ist es nicht tragisch, dass selbst der Biss eines Messers Komfort bringt, wenn die Alternative Bedeutungslosigkeit ist? Im Hause Veralea stehen Laren und seine Zwillingsschwester schon immer am unteren Ende einer durch und durch verdorbenen Nahrungskette. Aufgewachsen in unvorstellbarem Luxus und mit der Freiheit, zu werden, was auch immer sie sein wollen, kennen die beiden jüngsten Mitglieder der Kornblumendynastie das erste Jahrhundert ihres Lebens kaum Laster. Im farbenfrohen Frühling lebt es sich in purer Opulenz - vor allem, wenn man zu einer seiner vermögendsten Familien gehört und ausreichend Brüder hat, welche die eigene Blutlinie und auch das familiäre Geschäft perspektivisch fortführen werden. Laren erinnert sich noch heute gut daran, das Unternehmen der Familie damals als Selbstverständlichkeit betrachtet zu haben. Schon immer handeln die Veraleas mit Menschen, schon immer profitiert die große Familie von dem unvorstellbaren Ertrag, den diese zweifelhafte Ware erbringt. Dass man die Verantwortung für die Fortführung jenes Geschäftes jedoch niemals Laren oder seiner Schwester geben wird, bedeutet auch, dass die Berührungspunkte mit dessen feineren und oftmals unschöneren Details gering sind. Ja, die Haltung von Sklaven ist eine Selbstverständlichkeit und ja, auch der Handel mit ihnen steht außer Frage. Gleichzeitig macht es die persönliche Distanz jedoch auch leicht, das Konzept moralisch zu verteidigen. Und den Verlust zu betrauern, als das Geschäft mit der Niederlage des Krieges zwangsläufig sein Ende findet.

Die Teilung des Frühlings und das Ende der menschlichen Leibeigenschaft lässt die Veraleas als systemische Verlierer zurück. Die Grundlage des Geschäftes zerstört, das familiäre Anwesen im neuen Königreich der Menschen zurückgelassen und der familiäre Ruf dahin - alles, was man sich über Jahrtausende an Macht und Einfluss aufgebaut hat, gerät ins Wanken. Lange dauert es nicht, bis sich Verzweiflung einstellt und dabei vor allem die Jüngsten der Blutlinie trifft. Das Leben in Sorglosigkeit ist vorbei, muss weichen für eine Existenz am unteren Rand der High Fae Gesellschaft. Einst träumt Laren davon, Goldschmied zu werden und sein Geld mit dem Verkauf erlesener Schmuckstücke zu verdienen, ja, vielleicht sogar an den Morgen zu reisen, um dort das Handwerk von den Besten zu erlernen. Am Ende ist er gerade einmal hundert Jahre alt, als man ihn stattdessen in das Zentrum des Frühlings schickt und als Hofglanz der Familie etabliert. Das wirksame Druckmittel hierbei? Stets die eigene Schwester, mit der immer dann gedroht wird, wenn Larens Einsatzbereitschaft zu kippen droht. Dabei ist offensichtlich, dass er das Leben am Hof hasst. Die falschen Worte, das strategische Gift und der Verkauf der eigenen Seele setzen ihm zu, drücken auf das noch so junge Gemüt des Faes in niederschmetternder Stärke. Er steht gefangen zwischen den Bedürfnissen, sich selbst helfen, noch viel lieber jedoch seiner Schwester eine bessere Zukunft ermöglichen zu wollen. Kein Ausweg in Sicht, kein Schritt nach vorne möglich. Nicht, solange sein Nachname gleichermaßen verlorene Dynastie wie gesellschaftliche Ausgrenzung bedeutet.

Dass Laren nun seit zwei Jahrhunderten das Geschehen am Hof in gleichermaßen beobachtender wie beteiligter Funktion begleitet, dabei vor allem als Informant seiner Familie dient, hat mehr Schattenseiten als Vorteile. Es bedeutet, sich selbst instrumentalisieren müssen, strategisch Widersacher zu beseitigen und das persönliche Wohl auf eine Weise zu sichern, die ihn regelmäßig über gesellschaftliche Leichen gehen lässt. Hier eine Lüge gestreut, dort ein Gedanken gesät und stets mit einem Messer im Rücken rechnend, sitzt der Veralea seine Zeit im innersten Frühling ab, hat dabei das Gefühl, mit jedem verstreichenden Tag größere Teile seiner Seele aufgeben zu müssen. Das Klima am Hof ist erdrückend, der Konkurrenzdruck stärker denn je. Und Laren wird nicht nur von Erinnerungen an bessere Tage verfolgt, sondern auch von den Gedanken an jenen Seelengefährten, den er im Krieg gezwungenermaßen zurückließ. Es ist eine Tragik, die in seinem Leben langsam Tradition hat und die auch von wechselndem Weltgeschehen nicht durchbrochen wird. Lady Winter? Am Hof des Frühlings beliebte Diskussion, gleichzeitig jedoch auch eine eher abstrakte, weit entfernte Figur. Man munkelt über ihre Rolle in der Zukunft, über den Stand der Low Fae und ihrer Position in den Hofkonstrukten. Laren tut sich schwer, eine persönliche Meinung zu haben, scheint in seiner eingeschränkten Lebensrealität alles nördlich des Frühlings doch von beklemmender Bedeutungslosigkeit.

played by Motte
last seen 17.03.2026
since 05.01.2026
position Hofglanz
Morpho, die vom Leben geküsste, von der Großen Mutter begnadigte. Die Frau, die nicht ihr erstes Leben lebt, jedoch auch kaum etwas aus ihren vorherigen mitzunehmen wusste, außer Déjà Vus, die ihr ein solches Unbehagen zu bereiten wissen, dass sie der ein oder anderen - nicht ganz so offensichtlichen - Gefahr aus dem Weg zu gehen weiß. Morpho ist eine junge Papiloris-Fae, mit strahlenden königsblauen Flügeln, welche sie von der Masse abzuheben wissen, gleichzeitig aber auch nicht selten all jene anlocken, welche ihr nicht gar so wohlgesinnt sind. Mit gerade einmal 38 Jahren hat sie so gesehen noch ihr ganzes Leben vor sich, das erste, das von der Unsterblichkeit gesegnet worden ist - das Ergebnis einer Low Fae Mutter vom Frühlingshof und eines High Fae Vaters vom Hof der Nacht.
Als Parfümistin mit eigenem Laden namens Petal´s Corner in Vandelia verdient sie sich zwar nicht gerade das goldene Näschen, aber es reicht, um relativ sorgenfrei über die Runden zu kommen. Es ist auch nicht Morphos Anspruch, reich zu werden, sondern vielmehr im Einklang mit der Natur, die Düfte ebendieser einzufangen und an die Fae zu bringen. Durch ihre Gabe des Altgesangs unterhält sich ihre Umgebung immer wieder in einer einseitigen, oftmals sehr uneindeutigen Konversation mit der Pelaedes. Es bedurft an sehr viel richtiger Interpretation, um keine einzige Pflanze zu pflücken, die nicht bereit war dass sie sich dem Schicksal des nun endenden Lebens zu fügen. Sie ist ein gern gesehener Gast inmitten von Blumenfeldern und Waldstücken des Frühlingshofs, fügt sie sich doch in diese ein, als gehöre sie schon immer dazu - als wäre ihr Dasein nicht etwas, was eigentlich dem Zyklus des Lebens widerspricht.
Liebreizend und freundlich, so nimmt man sie wahr und auch wenn sie sich sicherlich für all jene einsetzen würde, denen Ungerechtigkeiten widerfahren, so kommt sie dennoch schnell an ihre Grenzen. Ihre Nettigkeit und ihr Sinn für Harmonie und Frieden helfen ihr schließlich nicht dabei, ihre körperlichen Defizite auszugleichen. Nicht nur ist sie untrainiert, auch ihre Flügel sind extrem anfällig und bilden eine nicht zu übersehen Schwachstelle für die Low Fae. Sich zurückzuziehen und jeglicher Gefahr möglichst aus dem Weg zu gehen, erscheint für Morpho daher meist die intelligenteste Option zu sein, auch wenn sie nicht immer die ist, welche sie am Ende des Tages auch wählt.
played by Maya
last seen 11.02.2026
since 25.11.2025
position Parfümistin
Myrielle verkörpert alles, was den Frühling wild und lebendig macht. Sie ist die aufblühende Blume und der schwere Regen. Die sanfte Brise und das üppige Grün. „Mehr“ ist etwas, was ihr tief in der Seele brennt und sie antreibt in der seltenen Kombination, dabei absolut alles zu genießen, was sie bekommt, und damit zufrieden zu sein. Jeder Tag hält die Chance auf ein neues Abenteuer bereit. An die Zukunft denkt sie dabei nur, wenn das aus irgendeinem Grund wichtig erscheint. Ansonsten lebt sie im Hier und Jetzt und zieht jeden mit hinein, der nicht schnell genug auf den nächsten Baum klettert. Die High Fae ist freundlich, keck, schnell mit einem Lächeln dabei und viel zu schnell emotional involviert. Wie alles anderen in ihrem Leben ist auch ihr Herz überbordend und auch, wenn sie schnell Grenzen übertritt und anderen zu viel werden kann, gilt das auch für ihre ausgeprägte Einfühlsamkeit. Leider hat sie an dieser Front nicht besonders viele Schutzbarrieren, sodass Leid etwas ist, was sehr schnell den Weg in ihr Inneres findet und sie mitnimmt. Doch das ändert nichts daran, sich auf das Leben einzulassen und es wunderschön zu finden. Zurückhaltung ist nichts, was Myra für sich selbst als notwendig erachtet. Manche mögen sie leichtsinnig nennen, mutig hingegen andere. Und definitiv mit einem ungesunden Hang zum Risiko. Während sie ein absolutes Urvertrauen darin hat, Teil der Natur zu sein und als dieser Teil immer einen Weg zu finden, wie sie wieder auf den Füßen landet.
Dieses Selbstbewusstsein trägt sie auch in die Gesellschaft hinein und ist nur schwer darin zu erschüttern. Unter den High Fae eckt sie mit ihrer unkonventionellen, positiven und aufgeschlossenen Art häufiger an - zu ihrem eigenen Unverständnis - was gelegentlich für sie anstrengend sein kann. Ihre Taktik in eher steifer Umgebung ist es daher entweder, diesen Umstand rigoros zu ignorieren und sich bei Bedarf so lange einzureden, dass ihr das nichts ausmacht, bis es wieder stimmt, oder aber sich den Regeln und Intrigen mit freudiger Verspieltheit anzunehmen. Bei Taktik Nummer zwei gerät sie allerdings regelmäßig an den Punkt, wo sich das falsch anfühlt, sie sich selbst falsch fühlt und sie wütend darauf wird, sich darauf eingelassen zu haben und überhaupt die Not zu sehen, sich anzupassen.

Kein Wunder, dass recht schnell klar war, dass es nichts damit wird, dass Myrielle besinnliche Dinge lernt, wunderschöne Wandteppiche webt oder Harfenstücke schreibt und irgendwann eine gute Verbindung eingeht und für ihren Ehemann genau das weiterhin tut. Sie kann nicht in einem Palast hocken und hübsch aussehen, sie muss raus. Als Tochter einer in dieser Hinsicht sehr liberalen Familie erfuhr sie darin allerdings Unterstützung. Als Wiesenläuferin kommt sie gut zurecht.
Durch diese Tätigkeit kennt Myrielle den Frühlingshof und seine Bewohner sehr gut. Sie hat Freunde in allen Völkern und Schichten, hat gelernt, was gewöhnliche Fae sehen und wofür High Fae erstaunlich blind sind, und hat einen ganzen Haufen an Geschichtskunde, Legenden, unnützem Wissen und sehr nützlichem Wissen angehäuft. Diesen Part liebt sie besonders. Es ist gleichzeitig der Part, der es ihr immer schwerer macht, sich wieder in ein gesellschaftskonformes Leben einzufügen.
Wie sie es durchaus mal versucht hat. Nahezu wollte. Da war Liebe und ein High Fae, der alles mitbrachte, was die feine Schicht des Frühlings schätzt. Ihre Eltern waren glücklich, ihre ganze Familie war glücklich, für eine Weile war sie glücklich. Die Perspektive auf eine Ehe und eigene Familie, mit eigenem Besitz und Heim, einem Partner an ihrer Seite und unerwartet wertvoller Sicherheit ließ einen Traum in ihr entstehen, von dem sie vorher gar nicht wusste, dass er so groß werden könnte. Aber am Ende gab es zu viel, was eben nicht sie war und kollidierte. Mit gebrochenem Herzen klammerte Myra sich an die mitschwingende Erleichterung, doch ganz sterben will der Traum seither nicht mehr. Sie weiß allerdings nun auch sehr viel besser, was sie will und was sie nicht aufgeben kann.
played by Beere
last seen 24.03.2026
since 21.11.2025
position Wiesenläuferin
» swore my loyalty to me, myself and I
Rikka — eigentlich Rykarie — Skóvaelis gehört zu jenen High Fae des Frühlingshofes, deren Präsenz schon seit Jahrhunderten beständig dieselbe ist; eingebettet in Abläufe und soziale Gefüge bewegt sich die hübsche Blonde mit einer Selbstverständlichkeit durch die Welt, als liege diese ihr und nur ihr zu Füßen. Ab und an fühlt es sich für sie jedoch auch genau so an, ist sie doch keineswegs als Außenseiter zu erkennen, sondern viel eher eine gesellige Frau, die nicht allein ihres Berufs wegen auf jeder Feier anzutreffen ist. Als Zeremonienmeisterin ist sie unterstützend an der Organisation der Feste, Tempelrituale und gesellschaftlichen Zusammenkünfte des Hofes beteiligt und wirkt dabei fast ordentlich und bedacht, während sie in ihrem Privatleben jedoch alles andere als zurückhaltend und kalkuliert ist und handelt.
Rikka weiß, was sie geben kann, ist durchaus spendabel, merkt sich jedoch auch, wer ihr einen Gefallen schuldet und wer nicht. Freunden gegenüber ist großzügig, aufmerksam und durchaus zugewandt, ohne sich dabei selbst aus dem Blick zu verlieren, andere jedoch können eine durchaus grausame Seite an ihr beobachten, die sie keineswegs verstecken möchte. Auch ihre Magie fügt sich in dieses Bild. Der Wind ist für Rikka nicht nur Ausdruck von Laune oder innerer Unruhe, sondern auch ein Mittel gezielter Bewegung. Sie nutzt ihn mit sicherer Hand, lenkt Strömungen, trägt Stimmen, Düfte und feine Impulse dorthin, wo sie wirken sollen. In Verbindung mit alchemistischen Kenntnissen lässt sie so oft eine ganz subtile Form der Manipulation walten, die sie mit ihrem Wesen selbst noch weiter verstärkt.
Rikka gehört zu jenen High Fae des Frühlingshofes, die nicht ganz mit demselben Tempo wie andere voranschreiten; in ihren eigenen vier Wänden, oder viel eher in ihrem Besitz, befindet sich so seit neustem ein Halb Fae-Bediensterer, der auf den Namen Asher hört und den sie kaum besser als ein Haustier behandelt — wieso sollte sie auch? Ihre Meinung bezüglich Lady Winter liegt also auch auf der Hand.
played by Melo
last seen 20.03.2026
since 11.01.2026
position Zeremonienmeisterin
Obwohl er selten danach strebt, Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, ist Verytas Vale eine Erscheinung, die man nicht leicht übersieht. Hochgewachsen und ätherisch wirkt seine Präsenz eher ruhig als einschüchternd. Auf andere macht er meist einen offenen, warmen Eindruck, obwohl sein Aussehen fast schon von einer kühlen Eleganz geprägt ist. Viele würden ihn als schön im klassischen Sinne bezeichnen, einladend und charmant, doch haftet ihm immer etwas schwer Greifbares an. Eine Art stille Intensität, mit welcher er andere zu umgarnen weiss, ohne dass sie ganz benennen könnten, wann genau sie begonnen haben, ihm mehr zu erzählen, als sie ursprünglich beabsichtigten.
Am Hof des Frühlings nimmt er eine wichtige aber eher zurückhaltende Rolle ein. Als Teil des Beratestabes des High Lords arbeitet er meist im Hintergrund und beschäftigt sich vor allem mit der Sammlung und Einordnung von Informationen. Gespräche zu beobachten Gerüchte zu prüfen und politische Entwicklungen zu deuten gehört zu seinem Alltag. Er ist kein Mann grosser Gesten oder lauter Auftritte. Vielmehr liegt seine Stärke darin, zuzuhören, Muster zu erkennen, die anderen entgehen, und Leute mit wenigen, gezielten Fragen dazu zu bringen, ihre Gedanken offener zu teilen, als sie es vielleicht geplant hatten. Wer ihn jedoch trotz dieser ruhigen Art unterschätzt, tut dies meist nur ein einziges Mal.
Seine seltene Gabe als Daimati kombiniert mit seiner Kernmagie, Magitekt prägt dabei nämlich nicht nur seine Fähigkeiten, sondern auch seinen Charakter. Verytas besitzt die Gabe, Gedanken wahrzunehmen und in fremde Geister einzudringen, sowie doch nutzt er diese Macht mit grosser Zurückhaltung. Die harte Ausbildung durch seinen Vater und Erfahrungen aus vergangenen Konflikten haben ihm dabei nämlich gezeigt, wie zerstörerisch diese Gabe sein kann. Deshalb betrachtet er sie weniger als Werkzeug der Kontrolle denn als Mittel zum Verständnis. Gewalttätige Eingriffe in den Geist anderer vermeidet er, wann immer möglich, nicht nur aus Vorsicht, sondern auch aus dem Wissen heraus, wie leicht eine solche Macht Grenzen verschwimmen lassen kann.
Mit seiner angeeigneten Fähigkeit, andere zu lesen, nimmt er darüber hinaus die feinen Muster wahr, die sich auch in Emotionen und zwischenmenschlichen Spannungen zeigen. Stimmungen, unausgesprochene Konflikte oder unterschwellige Veränderungen in Gesprächen entgehen ihm selten, selbst ohne direkten Eingriff in einen fremden Geist. Diese Wahrnehmung gleicht weniger einem klaren Lesen von Gedanken als vielmehr einem Gespür für das, was sich zwischen den Worten bewegt.
Trotz seiner ruhigen Art ist Verytas kein naiver Idealist. Er ist ein Kind der höfischen Welt Prythians und hat ihre Hierarchien und Traditionen tief verinnerlicht. Stabilität und Ordnung der Höfe sind für ihn keine leeren Konzepte, sondern das Fundament einer Welt, die über Jahrtausende Bestand gehabt hat. Gerade deshalb betrachtet er die jüngsten Entwicklungen mit grosser Skepsis. Dass die High Lord Magie des Winterhofs auf eine weibliche Low Fae übergegangen ist und diese nun als High Lady anerkannt werden muss, sieht Verytas weniger als Fortschritt denn als gefährliche Abweichung von einer Ordnung, die aus seiner Sicht aus gutem Grund so lange unverändert geblieben ist. Auch wenn er seine Meinung selten laut äussert, steht er dieser Entwicklung mit deutlichen Zweifeln gegenüber.
played by Zir
last seen 28.03.2026
since 12.03.2026
position Informationsbeschaffer & Berater
Zyren ist ein Kelphae aus dem Schwarm Kelmeryth, der in den verborgenen Unterwasserhöhlen der Flüsse des Frühlingshofes lebt. Als Angehöriger eines Süßwasservolkes ist er mit Strömungen, Tiefen und der lautlosen Dunkelheit unter der Oberfläche aufgewachsen. Familie bedeutet für ihn nicht Blutsverwandtschaft, sondern Zugehörigkeit zum Schwarm. Innerhalb dieser Gemeinschaft lernte Zyren früh, dass jede einzelne Existenz einen Zweck erfüllt und dass Schutz, Jagd, Wissen und Fürsorge gleichwertige Säulen des Überlebens sind. Die Kelphae kennen keine starren Hierarchien, sondern folgen erfahrenen Stimmen wie dem Stromrufer, wenn Orientierung nötig ist. Dieses Denken hat Zyrens Verhältnis zu Autorität geprägt: Er respektiert Kompetenz und Erfahrung, nicht Titel. Dennoch ist er dem High Lord des Frühlings unterstellt. Mit Ende des Krieges wurde sein Schwarzm umgesiedelt und fungiert nun als Grenzwächter zu Herbst und Sommer. Zyren dient seinem Schwarm als Flussjäger und Flusswächter. Er bewegt sich sicher zwischen Wasser und Land, ist geübt darin, Eindringlinge aufzuspüren, größere Beute zu erlegen und die verborgenen Zugänge der Unterwasserhöhlen zu verteidigen. Seine Kampffertigkeiten sind nicht brutal aus Lust an Gewalt, sondern funktional, ruhig und präzise. Für die Kelphae ist Töten Teil des natürlichen Kreislaufs des Flusses, kein moralischer Exzess.

Geprägt wurde er nachhaltig durch seine Beziehung zu der Menschenfrau Maven. In ihr begegnete ihm eine Form von Nähe, die jenseits von Funktion und Pflicht existierte. Mit ihr erlebte Zyren Liebe als etwas Zweckfreies, als langsames, vorsichtiges Annähern zweier Welten. Ihr Tod – verursacht durch Panik, Verfolgung und seine eigene Verzweiflung, als er sie in die Fluten riss, um sie zu retten – ist der tiefste Riss in seinem Selbstbild. Er trägt die Schuld an ihrem Tod in sich. Früher hat er häufig ihr Grab besucht, doch dieses liegt mittlerweile hinter der Mauer.

In Zyren kämpfen zwei Seelen mit einander. Die Brutalität seiner Natur kämpft mit dem Gedanken, dass er das Blut von jemanden vergossen hat, den er liebt. Zyren sieht sich selbst als Teil seines Schwarms, ist physisch präsent und erfüllt seine Pflicht, hat sich jedoch innerlich distanziert. Er meidet Nähe, schläft häufiger abseits und trägt seine Trauer allein. Nach außen wirkt er ruhig, kontrolliert und verlässlich – jemand, der tut, was getan werden muss. Sein innerer Konflikt besteht darin, zwischen Pflicht und Mitgefühl, Instinkt und Menschlichkeit zu balancieren – und sich zu fragen, ob er sich Nähe überhaupt noch erlauben darf, ohne erneut alles zu verlieren. Seine Kernmagie - das Naturflüstern - verwebt ihn untrennbar mit dem Gebiet des Frühlingshofs. Auch, wenn seine Domäne zweifelsohne unter Wasser liegt, hat er über die Jahre hinweg gelernt die vom Regen benetzten Wälder als eine zweite Heimat zu empfinden. Die Umgebung spricht zu ihn und durch subtile Einwirkung seiner Magie sowie seiner Kelphae-Fähigkeiten verschmilzt er auf eine Art und Weise mit seinem Hof, wie es wenigen anderen Fae möglich ist.
played by Sarah
last seen 24.03.2026
since 06.02.2026
position Jäger/Wächter
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Design by: Jule & Anne; Text by: Beere, Romy & San