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Das Revery ist ein ACOTAR / Reich der sieben Höfe-Forum, welches auf den Büchern von Sarah J. Maas basiert. Wir spielen in einer alternativen Timeline im Jahr 8036 und nehmen somit keinen Bezug auf Buchcharaktere und ihre Storyline. Bespielbar sind bei uns sowohl High, Gewöhnliche Fae oder auch Halb Fae und alle bekannten Höfe. Wir freuen uns auf dich!
Aktuelles
News Der erste Plot wurde angekündigt und wir fassen euch noch einmal neue inhaltliche Dinge zusammen. Zu den News.
19.01.26
Start: Endlich geht es los! Wir haben offiziell eröffnet und freuen uns, auf viele tolle Geschichten, Charaktere und vor allem Spannung.!
09.11.25
1. Plot Wir kündigen unseren ersten Plot an: Nymavelle.
Inplay Start Wir haben mit dem Inplay offiziell begonnen. Viel Spaß!
Zum Plot doch nicht nur den haben wir für euch bereit: Vom 30.01.2026 bis 01.02.2026 findet unser erstes Postingevent statt.
Hof des Morgens
Atlas ist vieles, jedoch alles davon im Extrem. Er ist überdurchschnittlich gesellig und charismatisch, genauso jedoch auch furchtbar nachtragend und überdramatisch. Die kleinste Unannehmlichkeit, wie ein zu schnell kalt gewordener Kaffe, kann bereits für den größten Unmut sorgen, ist jedoch gleichzeitig nichts, was nicht im Nichts verpuffen kann, bietet man ihm stattdessen etwas anderes an, was sein Stimmungsbild positiv beeinflusst. Als wankelmütig bezeichnet man ihn oftmals unter vorgehaltener Hand, scheint er, einem Stimmungsring nicht gerade unähnlich, viele Facetten der Gefühlswelt binnen weniger Momente durchleben zu können. Es gibt nur weniges, das eine feste Konstante in seinem Leben bildet, ist dieses doch durchzogen von neuen Ideen und Interessen, doch man kann ihm keineswegs nachsagen, dass er keine Sorge um diejenigen trägt, die ihm wahrhaftig am Herzen liegen. Sicher ist, dass es mit Atlas niemals langweilig werden kann, weswegen er auch stets ein gern gesehener Gast auf diversen Veranstaltungen ist, gleichzeitig sollte man Vorsicht walten lassen, denn auf ihn ist oftmals wenig Verlass, wenn es um - seiner Meinung nach - triviale Dinge geht.
Als materialistische High Fae, die er ist, könnte man meinen, dass er dementsprechend herablassend gegenüber all denjenigen ist, die nicht seinem Stand entsprechen; ob nun wirtschaftlich oder sozialpolitisch wie zum Beispiel die Low Fae. Tatsächlich macht sich aber Atlas aus solchen gesellschaftlichen Spaltungen nicht viel - verurteilt wird eher derjenige, der knausrig oder (noch schlimmer!) ungepflegt ist. Am schlimmsten findet er jedoch diejenigen, die nicht mit dem Zeitgeist mitgehen und erzkonservativ an irgendwelchen Gepflogenheiten festhalten, die sogar die große Mutter so nicht mehr absegnen würde. So wie er an diesen gesellschaftlichen Kastensystemen nicht interessiert ist, juckt ihn auch die Politik nicht großartig. Wäre er als Privatperson nicht so furchtbar nachtragend und streitfreudig, könnte man fast glauben, dass es sich bei ihm um einen harmoniebedürftigen Fae handelt. Obwohl das bei Weitem nicht der Fall ist, kann man ihm einen gewissen Pazifismus nicht absprechen, zumindest was das politische Geschehen Prythians angeht.
Atlas liebt die schönen Dinge des Lebens, umgibt sich gerne mit Luxusgütern, den feinsten Stoffen und dem besten Essen; ein Genuss-Fae durch und durch. Dementsprechend leidet auch seine Laune darunter, wenn er sich mit etwas von minderer Qualität auseinandersetzen muss. Gleichzeitig aber hat er auch ein gewisses Händchen dafür, die neuesten Trends frühzeitig zu erkennen - geschuldet seiner Neugierde und seinem Interesse für alles Schöne und Gemütliche - und aktiv mitzuwirken, wenn es darum geht, sie in die weiten Welten Prythians zu tragen und alltäglich zu machen. Man könnte meinen als Lebemann und Geldverschwender würde sich der Vinsmoke viel besser machen, als als offizieller Traumwanderer des Hofs des Morgens, und man hätte auch nicht unbedingt Unrecht damit. Sein ausbleibender Erfolg als solcher trägt nicht allzu viel zu seiner Motivation bei, sich viel Mühe berufstechnisch zu geben. Gerade noch ist er ziemlich unglücklich darüber, dass sein Vater sich dazu entschlossen hat, in den wohlverdienten Ruhestand zu gehen, wo es um seinen eigenen Fortschritt doch so schlecht steht. Noch muss er lernen, dass es an der Zeit ist, sich nicht nur den Schönen Dingen des Lebens zu widmen, sondern auch aktiv Verantwortung für sich selbst und andere zu übernehmen.
played by Maya
last seen 31.05.2026
since 09.11.2025
position Traumwanderer
Geboren in einer unbedeutenden Familie in der nähe der Mitte, war Ayesha nie mehr als eine von vielen Nebelsylphen und hatte selbst zu ihren Geschwistern nicht das beste oder festeste Band – bis sich herauskristallisierte, dass ihre Sehkraft schwand und sie zu einer Belastung werden ließ. Schon immer als Ausgestoßene behandelt, gepiesackt und geärgert, wanderte sie durch mehr als eine von ihrer Astralreise unbeabsichtigt belauschte Situation fort von ihrem Geburtsort. Brachte über fast fünfzig Jahre eine Reise voller Hürden und Selbstfindung hinter sich, während sie gänzlich erblindete, bis ihr Pfad sie schließlich zu den Hallen der Heilung führte, wo sie ihre Bestimmung fand und die gewählte Abgeschiedenheit abstreifte, zumindest zu einem kleinen Teil. Die Low Fae besitzt die typischen Attribute und Fähigkeiten ihrer Gattung, ist farblos und ähnelt einer kleinen Nebelwolke, deren Rahmen manchmal zu flackern scheint, auch wenn sie durch stetige Konzentration und Aufmerksamkeit gelernt hat nicht unabsichtlich ihre Präsenz zu verlieren. Helle Gewänder und barfüßiges, fast lautloses Wandern, ebenso wie ihre ruhige, eher zurückhaltende Ausstrahlung fördern den Eindruck noch, dass sie nicht mehr als eine kleine, gespenstische Erscheinung sei, verbirgt sich hinter dem zurückgezogenen und fast abweisenden Wesen doch deutlich mehr. Nicht nur, dass sie aufgrund ihrer Intuition und anderen, geschärften Sinne fast unheimlich wissend und achtsam erscheint, besitzt sie auch noch eine ziemlich seltene und sehr einfach auszunutzende Kernmagie, die Astralreise, welche sie als kleines Geheimnis behütet und deren Nutzen sie nicht zu übertreiben weiß, kennt sie doch die Folgen die sie ereilen mehr als gut und möchte auch kein Spielball der High Fae und Höfe werden. Zumal sie dadurch schon de ein oder anderen emotionalen Schmerz zu fühlen hatte und Dinge aufdeckte, die ihr nachhaltig wehtaten. Ein sensibler, wenngleich manchmal zynisch erscheinender Geist verbirgt sich unter den wallenden, schneeweißen Locken, kennt sie doch Einsamkeit, sowie Verlust und möchte weder das eine, noch das andere wirklich spüren, auch wenn es niemals ohne geht.
played by Jules
last seen 20.07.2026
since 14.01.2026
position Präsenz in den Hallen der Heilung
∙ my family crest is a demon of death ∙
Einst Mitglied einer Familie, deren Namen an einigen Erfindungen in ganz Zerah haftet, ist Caleth inzwischen der letzte Lathander am Hof des Morgens. Schwimmend im Vermögen, das Eltern und der Rest der Familie ihm hinterließen, glänzt er jedoch nicht nur einzig durch das, was er hat, sondern definitiv auch mit dem, was er kann — und das trotz der Tatsache, dass er im Gegensatz zur restlichen Familie nicht der Kernmagie der Metallmanipulation fähig ist. Stattdessen beschenkte das Schicksal und die Blutlinie seiner Mutter ihn mit der Fähigkeit des Traumwanderns. Für ihn selbst völlig überflüssig und doch zieht er den ein oder anderen Vorteil daraus. Wo jedoch einst ein begabter und motivierter junger Fae die Stadt um einen weiteren Techniker bereicherte, nahm der große Krieg ihm zwar nicht das Talent, jedoch durchaus ein Stück Offenheit und Geselligkeit. Unterkühlt und berechnend geht Caleth seit dem Verlust beider Eltern durch das Leben und findet nach wie vor Freude im Materiellen, behält diese jedoch stur für sich.
Sein Alltag zeichnet sich vor allem durch Arbeiten und Forschungen aus und so ist es kaum verwunderlich, dass er sich durchaus einen Namen gemacht hat. Vor allem Feinheiten perfektioniert er wie kaum sonst jemand und je mehr Jahre vergehen, desto klarer zeichnet sich ab, dass Caleth nur dort wirklich lebt, wo seine Hände arbeiten dürfen und er von Reichtum umgeben ist. Smalltalk ignoriert er und wer versucht, seine Mauern mit belanglosen Worten einzureißen, stößt schnell auf undurchdringliche Kälte. Dennoch spricht man am Hof des Morgens mit einer Mischung aus Ehrfurcht und Vorsicht über ihn, denn selbst wenn Caleth kein Mann für vertraute Bande ist, so ist er doch ein Garant für Perfektion.
Seinem Namen und seiner Errungenschaften sei Dank muss er sich dennoch ab und an bei Feiern blicken lassen, wobei er geübt darin ist, definitiv nicht so zu tun, als könne er alle Anwesenden dort ausstehen. Viel eher hält Caleth sich für etwas Besseres, wobei jene Überzeugung ihn mit einem Selbstbewusstsein beschenkt, das manch einen durchaus auch glauben lässt, dass dem tatsächlich auch so sei.
Eine Ansichtsweise, die auch den ersten Blick auch schon Caleths politische Position offenbart, als auch seine Stellung gegenüber der Lady Winter, die in dieser Position nicht von ihm akzeptiert werden kann.
played by Melo
last seen 11.04.2026
since 18.11.2025
position Techniker
Wärme, Vorsicht und ein Hauch von Skepsis strahlen aus den dunklen Augen von Juraca Balitang, einer jungen Peregrin-Kriegerin, die nach den Idealen ihres Volkes strebt, sie ehrt und verteidigt, und in mancher Hinsicht doch so ganz anders ist. Einst war sie ein unbedarftes, freundliches und etwas naives Kind. Weit entfernt von dem, was man bei den Peregrin als Hoffnung für eine glorreiche Zukunft ansieht. Es war ganz sicher nicht ihre erste oder eigene Wahl, den Weg ins Militär einzuschlagen, dort da ist sie nun und da sich das vermutlich die nächsten tausend Jahre ihres Lebens auch nicht ändern wird, muss sie eben das beste daraus machen. Immerhin ist sie schon ganz gut daran gewöhnt, dass sie sich ständig behaupten muss. Und so ermüdend und belastend das auch sein mag, hat sie doch eine pragmatische Ader darin entwickelt. Immerhin ist sie damit aufgewachsen, dass der Tod und die Jagd genauso zum Alltag gehören wie die Kunst und das Kochen. Andere zu versorgen und zu beschützen bereitet ihr Freude. Es ist etwas gutes, Soldatin zu sein, es ist nur für sie selbst eben… schwer. Doch sie kann sich ihren Weg suchen, kann planen, auf ihre außergewöhnliche Treffsicherheit und ihr handwerkliches Geschick aufbauen. Außerdem entwickelt Cara Ehrgeiz für die Dinge, die sie anfasst, und arbeitet fleißig dafür.
Ihre Karriere wie ein Projekt anzugehen, klingt allerdings besser, als es in der Realität oft ist. Denn da kommt ihr der Optimismus immer wieder abhanden. Das Lächeln reißt etwas ab, der kurzzeitig aufwallende Mut fließt zurück in die Tiefen ihres Geistes und will nicht wiedergefunden werden. Der Ehrgeiz kämpft gegen die ewige Anstrengung und ihre Veranlagung, gar nicht ständig kämpfen zu wollen, weder geistig noch körperlich. Sie wäre einfach gerne zufrieden und hätte einen stabilen Status Quo. In ihren Träumen führt sie ein friedliches Leben in den Mangroven, frei von Sorge oder Aufregung. Sie sieht sich an einem friedlichen Morgen mit einem süßen Bohnenkuchen, ehe sie weiter an einem Wandbehang mit aufwendig punzierten Goldplättchen knüpfen würde. Oder vielleicht sogar in Zerah, in einer eigenen kleinen Werkstatt!
Stattdessen jedoch hat es Juraca in eine Laufbahn als Kriegerin verschlagen. Genauso wie ihre berühmte Großmutter und Heldin ihres Volkes, Ideth Peregrin, die dafür verantwortlich ist, dass den Peregrin ein High Fae Ähnliches Ansehen entgegen gebracht wird. Und wie ihre Mutter Lueve, die als Generalin die Truppen der Peregrin anführt. Mit Abstammung hat das bei Cara allerdings wenig zu tun, selbst wenn sie diese nun schwer auf ihren Schultern liegen fühlt. Auch deshalb, weil ihr eigenes Ansehen in ihrem Volk doch ein anderes ist. Da sind immer noch Reste des Spotts, denen sie sich als Kind ausgesetzt sah. Die messenden Blick, wenn sie in einem Schwertkampf ihren Trainingspartnern mal wieder unterlagen ist. Und die Anerkennung gemischt mit etwas Irritation, wenn ihre Pfeile und Speere mitten ins Ziel treffen.
Es ist schwierig, sich von alten Mustern zu lösen und gegenüber neuen Herausforderungen zu bestehen. Erwachsen werden ist schwierig.
played by Beere
last seen 10.07.2026
since 12.04.2026
position Kriegerin | Soldatin
Lueve Balitang, von den Peregrin Chalca, Generalin der Manganeinheit des Heeres des Morgenhofs. - Und mit ihren 614 Jahren noch nicht so hoch hinaus gekommen, wie sie oder ihr Volk als Ganzes es will. Man merkt es daran, dass Lueve noch immer den Nachnamen trägt, der bei ihrer Geburt in die Unterlagen ihres Volks eingetragen wurde: Balitang. Der Name ordnet sie einem Vater zu, der im herkömmlichen Sinn als solcher nie eine Rolle in ihrem Leben gespielt hat, sich aber für seinen Nachwuchs interessiert. Unter ihren Halbgeschwistern sticht Lueve als besonders erfolgreich hervor und hat schon in jungen Jahren gezeigt, dass sie über vielversprechende Talente verfügt. Den Weg einer Kriegerin hat sie daher zunächst im Peregrin-Schwarm der Chalca eingeschlagen, dient heute aber in der Verteidigungseinheit ihres Hofs. Zu den Führungspersonen gehört sie mittlerweile gar und sitzt beratend am gleichen Tisch mit verschiedenen High Fae und gar dem High Lord persönlich. Eindeutig profitiert Lueve vom wachsenden Ansehen ihres gesamten Volks: In den vergangenen ca. 600 Jahren haben die Peregrin sich erarbeitet, systemrelevant für den Hof des Morgens zu sein und ein ähnliches Ansehen wie die High Fae zu genießen.
Mit hoch erhobenem Kopf und strahlend begegnet Lueve einem daher - und doch ist letzteres nicht nur auf ihren Rang und die mit gold besetzte Rüstung zurückzuführen, die sie trägt. Es ist auch der kräftige Farbton ihrer grün-türkis gefiederten Flügel, die vom Licht des Morgens in Szene gesetzt werden; und es ist ihr eigenes Strahlen, das aus mehr als einem gelegentlichen Lächeln besteht. Ganz eindeutig aber besteht Lueve nicht nur aus militärischer Disziplin und einem Hierarchiebewusstsein, an dessen Spitze sie sich sieht, sondern auch aus Vergnügen, einem unerwarteten Maß von Leichtigkeit - und der schnellen Rückkehr zu Verantwortung.
Lueve trägt diese für ihre militärische Einheit, aber auch für ihr Volk. Die eigenen Wurzeln, die eigene Kultur, hat sie trotz allem Erfolg und Kontakt zu den High Fae nie vergessen. Sich hier einzufügen und sich geradezu vorbildlich zu verhalten, hat sie nie aufgegeben, auch wenn sie dabei Seiten ihrer eigenen Persönlichkeit unterdrückt. Ein Teil davon: Ihre Kernmagie, die sie eigentlich dazu treiben will, für jedes Leben, das sie nimmt, als Heilerin auch ein anderes zu retten. Doch individuelle Magie anzuwenden, gilt insbesondere im Kampf für eine Peregrin ihrer Profession als unehrenhaft. Somit versteht Lueve sich nur - und das dann sehr gut - auf erlernbare Magie und die Führung von Waffen. Ganz egal, ob diese aus Klingen, Worten oder Schweigen bestehen - wie beispielsweise darüber, dass sie die ältere Schwester ihres High Lords ist, mit dem sie nur aus beruflicher Perspektive Umgang pflegt.
played by Maj
last seen 11.06.2026
since 14.11.2025
position Generalin im Heer des Morgens
Es gibt kaum jemanden, der ihren Namen nicht irgendwo schonmal gehört hat, und doch verbinden nur die wenigsten die Avenell mit dem zarten, jugendlich wirkenden Gesicht der High Fae. Lynnet ist mit harter, disziplinierter Hand erzogen und ausgebildet worden und weiß ihr Aussehen, so wie ihre Fähigkeiten geschickt zu nutzen, um an noch so gehütete Geheimnisse und Informationen zu kommen. Dabei fällt es ihr leicht, gefühlskalt, brutal oder verlogen vorzugehen, weiß sie doch, dass es oftmals große Opfer benötigt und Schmerz, egal wie überwältigend er erscheinen mag, vorübergeht. Der Zweck heiligt die Mittel, so die Devise der moralisch grauen Persönlichkeit, die inzwischen mehr als 1300 Jahre zählt. Disziplin und Stolz sind zwei Dinge, die man ihr in die Wiege legte, und die sie, im Gegensatz zu engstirniger Intoleranz, nie ganz ablegen konnte. Zu sehr ist es ihr ins Blut übergegangen, weiß sie doch, dass eine Kette nur so stark ist, wie sein schwächstes Glied, und behält diese deswegen umso schärfer im Auge. Schwachstellen, sich nähernde Probleme, Rebellionen, Anschläge, Planungen - sie deckt sie auf, erstickt sie im Keim, oder erlischt sie, bevor sie ein großes Unheil anstellen. Eigentlich. Denn trotz der rund 700 Jahre im Dienste des High Lords hat sie den Sturz Arzens nicht verhindert. Manch einer munkelt, dass sie unfähig wäre, die anderen, dass sie illoyal und egoistisch sei. Und keiner von ihnen könnte der Wahrheit ferner liegen. Um den Hof des Morgens zu retten – musste er gehen. Sie empfindet Schuld, die sie still in sich hinein frisst, während sie sich unter all den Masken verliert. Und doch musste sie nicht nur wegsehen, sondern hinter den Kulissen dabei helfen, ihren einstigen Lord zu beseitigen. Lynnet mag zu vielen Gräueln fähig sein und ihnen standhalten, doch im Grunde ihres Herzens ist die High Fae erbarmungslos treu. Sie öffnet dieses Organ nur selten, meist eher widerwillig und doch schaffen es ein paar wenige an der Logik und den Mauern vorbei. Jene, denen sie ihre Treue schwört, hält sie unerbittlich beistand. Würde durch die Hölle und zurück gehen und ihr eigenes Leben geben. Ihre Aufopferungsbereitschaft und ihr Herzblut erkennt sie als ihre eigene Schwäche an und distanziert sich deshalb umso mehr, um Schwachstellen für den Hof zu vermeiden, doch die Jahre haben sie weicher gemacht. Wo sie einst den Hof vorzog, steht nun der neue High Lord und seine Gefolgschaft an erster Stelle. Ihre Prinzipien sind über die Jahrhunderte aufgelockert, nicht aber ihre Willenskraft und ihre Sturheit. So lehnt sie die Low Fae nicht per se ab, kritisiert aber durchaus die Stellung der Peregrin am Hofe – weiß aber, dass ein Wandel, egal in welche Richtung Folgen lostreten würde, die keiner von ihnen gänzlich abwenden oder mildern kann. Neben Zephyrin selbst ist es sein Nebelsylphen-Schriftsteller, der bei ihr nach und nach für eine Aufweichung ihrer Vorurteile sorgte und womöglich zu ihrem größten Schwachpunkt wurde.
played by Jules
last seen 12.07.2026
since 25.01.2026
position Spionagemeisterin des Morgens
Ruihua Solvrae entstammt einer Familie, die sich vollkommen dem Militär verschrieben hat. Ihr eigener Vater arbeitet in einer hohen Position am Hofe des High Lords. Ihre Mutter? Nun, diese ist gänzlich unbekannt. Weder von ihrem Vater, zu dem sie kaum Kontakt pflegt, noch ihr werter Onkel haben jemals ihren Namen in den Mund genommen. Sie ahnt nicht, dass ihre Mutter eine Vinsmoke ist. Die junge High Fae wuchs bei ihrem Onkel auf, den sie gerne auch als Ziehvater bezeichnet. Er war der einzige, der das arme Mündel zu sich holte und wie ein eigenes Kind aufzog. Warum er selbst nie eine Familie hatte? Auch dazu hat Rui keine passende Antwort parat. Vielleicht war es seine Liebe zu den Kräutern und der Heilung, dem er sich gänzlich verschrieben hat. Würde hier noch eine Familie mit Frau und Kindern Platz finden? Hätten diese Verständnis dafür, wenn er oftmals tagelang nicht nach Hause käme, um Patienten zu heilen?
Mittlerweile ist Rui, wie sie von anderen genannt wird, 290 Jahre alt. Sie strebte nie eine Ausbildung in den Hallen der Heilung an, sondern lernte bei ihrem Onkel in der Apotheke. Sie arbeitet daher als Apothekerin. Ihre größte Leidenschaft sind Gifte. Sehr zum Leidwesen ihres Ziehvaters, der sie lieber fernab von gefährlichen Dingen sehen möchte. Aber Rui liebt das Gefühl der Wirkung eines Giftes in ihrem Körper. Sie liebt es, zu forschen und eine Lösung für ein Problem zu finden. So sehr, dass sie manchmal tagelang darüber brüten kann und über ihren Aufzeichnungen einschläft. Dass ihr Sozialleben darunter leidet, stört sie kaum.
Das Leben der High Fae ist geprägt von Routinen - Salben und Tinkturen herstellen, Patienten heilen, Gegengifte erforschen. Doch nichts liebt sie mehr. Nur manchmal - ganz selten - schleicht sich der Gedanke ein, ob es nicht doch noch mehr von der Welt gibt. Höfe, die sie noch nicht erkundet hat, exotische Heilpflanzen, von denen sie nur in Büchern gelesen hat. Aber sie schnell, wie der Gedanke kommt, verfliegt er auch wieder.
Als der große Krieg begann, war Rui gerade einmal 90 Jahre. Sie sah, wie High und Low Fae in die Hauptstadt oder in nahegelegene Lazarette gebracht wurden. Sie sah die Verletzungen und wie manch ein Fae bereits zu schwer verletzt war, sodass sie ihm nur noch Beistand geben konnte, als er starb. Noch heute sieht sie manchmal die Bilder in ihren Träumen.
Ihre Haltung gegenüber anderen Fae ist von einer klaren Distanz geprägt. Den gewöhnlichen Fae begegnet sie mit Respekt und käme niemals auf den Gedanken, diese herablassend zu behandeln. Jeder erhält von ihr Heilung, ganz gleich, von welchem Volk er stammt oder welche Vergangenheit er geprägt ist. Jeder hat ein Recht auf Heilung. Rui empfindet jedoch Verachtung gegenüber jenen High Fae, die Unsterblichkeit als Überlegenheit ansehen. Unsterblichkeit ist auch eine Verantwortung.
played by Tini
last seen 22.07.2026
since 09.11.2025
position Apothekerin
A blessing is only another name for a burden — Seiya Shirogane ist ein Wesen, das schon vor seiner ersten bewussten Entscheidung zu einem Zeichen gemacht wurde. Unter den Yalara gilt seine Erscheinung als äusserst selten: weisses Haar, silbrig schimmernde Schuppen und ozeanblaue Augen erinnern laut alten Überlieferungen an die Mutter selbst, die in seiner Kultur durch einen silbernen Drachen verkörpert wird, sowie an jene ersten Kinder der Mutter, die ihrem drachischen Ursprung noch am nächsten gewesen sein sollen. Man nennt ihn deshalb muttergezeichnet, ein Segen in den Augen vieler, ein Omen in den Augen anderer. Für Seiya selbst bedeutete es vor allem Erwartungen, lange bevor er überhaupt alt genug war, sie zu verstehen.

Schon früh wurde in ihm mehr gesehen als ein Kind seines Volkes. Er galt als Wunder, als Versprechen, als künftige Grösse der Yalara. Manche hofften, er würde ihr Volk in eine neue Zeit führen, andere glaubten, die Mutter habe ihn für eine besondere Aufgabe hervorgebracht. Doch Seiya fügte sich nie vollständig in die Rolle des stillen Symbols. Statt sich allein über Rituale, Weisheit oder die Deutungen anderer definieren zu lassen, wählte er zunächst den Kampf. In seinen jüngeren Jahrhunderten wurde er unter dem Beinamen White Fang of Dawn bekannt, ein Krieger und "Klingenführer" von erschreckender Präzision und beinahe unverschämter Überlegenheit, der für die Autonomie der Yalara einstand und jeden Versuch, sein Volk zu kontrollieren, mit kalter Entschlossenheit beantwortete.

Diese Zeit machte ihn unter seinesgleichen zur Legende, aber nicht frei. Je mehr Seiya bewies, wozu er fähig war, desto stärker wurde das Bild, das andere von ihm hatten. Segen, Waffe, Hoffnungsträger, Abschreckung. Namen, die wie Ehrungen klangen und doch nur neue Formen von Besitzanspruch waren. Heute verleugnet er den White Fang of Dawn nicht, doch er trägt diesen Teil seiner Vergangenheit wie eine alte Narbe. Als Erinnerung daran, dass Stärke allein kein Volk bewahrt und dass selbst ein Sieg etwas zerstören kann, wenn er zum einzigen Massstab wird.

Als Oberster Ältester der Yalara ist Seiya inzwischen weniger Klinge als Grenze. Er führt sein Volk nicht durch laute Befehle, sondern durch Präsenz, Erfahrung und die unmissverständliche Gewissheit, dass seine Ruhe nicht mit Nachgiebigkeit verwechselt werden sollte. Nach aussen vertritt er die Yalara mit höflicher Distanz und politischer Schärfe, nach innen wahrt er ihre Rituale, ihre Autonomie und jene Traditionen, die ihr Überleben sichern. Er weiss, dass Abschottung Schutz bieten kann, aber auch Stillstand bedeutet. Gerade deshalb ist seine Führung von einem ständigen Abwägen geprägt: Wie viel Wandel kann ein altes Volk ertragen, ohne sich selbst zu verlieren?

Seiya wirkt oft beinahe gelassen, manchmal sogar amüsiert, als könne ihn nur wenig auf dieser Welt noch wirklich überraschen. Doch unter seiner kontrollierten Höflichkeit liegt etwas Raubtierhaftes, Altes und Wachendes. Er ist kein grausamer Anführer, aber auch kein sanfter. Wer ihm begegnet, spürt schnell, dass seine Schönheit nichts Zerbrechliches an sich hat und dass sein Lächeln nicht immer Wärme bedeutet.

Die Beziehung zu den High Fae betrachtet Seiya mit jener höflichen Distanz, die über Jahrtausende hinweg weniger aus Vorurteil als aus Erfahrung entstanden ist. Er verkennt ihre Macht nicht und unterschätzt weder ihre politische Raffinesse noch ihre Fähigkeit, Ordnung über ganze Höfe hinweg zu erzwingen. Doch für ihn ist der Rang der High Fae kein naturgegebenes Gesetz, sondern ein System, das sich selbst heilig spricht, solange es den eigenen Anspruch auf Überlegenheit stützt. Seiya begegnet ihnen daher weder mit offener Feindseligkeit noch mit Ehrfurcht. Er hört zu, lächelt, verhandelt und merkt sich sehr genau, wer in seiner Gegenwart von Respekt spricht, während er Kontrolle meint.

Dass ausgerechnet am Hof des Winters die Magie des High Lords auf eine Frau und noch dazu auf eine Low Fae überging, betrachtet Seiya nicht als einfache Sensation, sondern als gefährlichen Riss in einem alten Machtbild. Für viele High Fae dürfte weniger entscheidend sein, wer diese neue High Lady ist, sondern was ihre Existenz beweist: dass die Macht der Höfe sich nicht zwangsläufig an Geschlecht, Blutlinie oder Stand hält. In ihr liegt damit ein politischer Präzedenzfall, der Hoffnungen wecken, aber ebenso Angst schüren kann.
Seiya selbst empfindet diese Entwicklung jedoch nicht als persönlichen Sieg und noch weniger als Angelegenheit, der er sich aus Verbundenheit verpflichtet fühlt. Die Frage, wer unter den High Fae Macht tragen darf, wer sie verdient und nach welchen Regeln sie weitergegeben wird, bleibt für ihn in erster Linie ein Problem jener Ordnung, die sie selbst erschaffen haben. Er steht ausserhalb dieses Anspruchsdenkens und betrachtet es mit der Distanz eines Volkes, das nie wirklich Teil davon sein wollte.

Gleichzeitig weiss er, dass ein solches Ereignis selten nur Befreiung bedeutet. Wo eine Ordnung ins Wanken gerät, greifen jene, die von ihr profitiert haben, oft umso härter nach allem, was sie noch verzweifelt kontrollieren können. Für die Yalara ist diese Entwicklung deshalb weder Triumph noch Bedrohung allein, sondern ein Umstand, der sorgfältig beobachtet werden muss.
played by Zir
last seen 14.07.2026
since 08.07.2026
position Oberster Ältester der Yalara
Die meisten Fae, die Solas Asterion kennenlernen, haben keinen guten Eindruck von ihm. Der Blonde ist höfischer Astronom und Hüter der Himmelsaufzeichnungen am Hof des Morgens und damit nicht ganz unbekannt. Er trägt einen einigermaßen angesehenen Titel für einen Mann, den ein nicht unerheblicher Teil des Hofes mit ziemlich hoher Sicherheit als arrogantes Arschloch beschreiben würde. Solas selbst stört sich wenig bis gar nicht daran. Der Blonde ist intelligent und weiß darum, besitzt dabei aber weder die Geduld noch das gesellschaftliche Feingefühl, anderen das Gefühl zu vermitteln, ihre Meinung sei in irgendeiner Art und Weise ebenso viel wert wie seine, was ihn natürlich noch unbeliebter macht. Wer ihm eine dumme Frage stellt, bekommt eine dementsprechende Antwort und wer es wagt, dieselbe dumme Frage zweimal zu stellen, wird von Solas mit beeindruckender Konsequenz ignoriert. Was der Astronom gar nicht ausstehen kann ist, wenn er als Wahrsager betitelt wird. Für ihn erklärt Astronomie, wo die Sterne stehen und Astrologie, warum sie am Ende des Tages Schwierigkeiten machen. Zukunftsdeutungen jeglicher Form überlasst er gerne Scharlatanen sowie verzweifelten Adeligen, die dumm genug sind, dafür zu bezahlen. Trotz all dieses Verhaltens ist Solas keineswegs unfähig, sich in höfischer Gesellschaft angebracht zu verhalten und zu bewegen. Immer kennt er natürlich die Etikette, politische Gepflogenheiten und kann zwischen den Zeilen lesen. Schließlich stammt er aus einer alten Gelehrtenfamilie der High Fae und wurde mit allen gesellschaftlichen Erwartungen erzogen, die solch eine Herkunft mit sich bringt. Solas könnte sogar charmant sein. Manchmal ist er das sogar, meistens fehlt ihm aber schlichtweg die Bereitschaft dazu und andere Fae sympathisch zu finden ist auch so ein Konzept, welches ihm in den meisten Fällen einfach fremd ist. So hat er sich über Jahrhunderte hinweg den Ruf erarbeitet, schwierig und überheblich zu sein, unnahbar sowie eine ganze Palette anderer, negativer Eigenschaften. Solas hat sich nie die Mühe gemacht, seinen Ruf zu korrigieren. Dabei ist er durchaus einsam, auch wenn er das nie im Leben zugeben würde. Er ist an der Misere selbst verschuldet und hat sie mit seinem Verhalten gut sowie sorgfältig gehegt. Dabei ist es nicht so, dass er überhaupt keinen Kontakt zu anderen pflegt. Er hat immer wieder mal andere in seinem Bett oder betrinkt sich regelmäßig an Festen in Gesellschaft, aber wirklich an sich heran lässt er nur sehr selten jemanden, scheut er sich viel zu sehr vor der Erwartung und dem Vertrauen, die Nähe mit sich bringt. Auf Festen ist er einer, der grundsätzlich immer zu viel trinkt und irgendwann zwischen dem vierten Wein und allem, was danach kommt, flirtet er gerne betrunken mit den falschen Personen oder beleidigt die richtigen und weiß es dann nicht mehr. Mehr als einmal wacht er dabei am nächsten Morgen in einem fremden Bett auf. Das Geschlecht seiner Bettgeschichten ist Solas dabei herzlich egal, hauptsache ist, dass seine Bedürfnisse befriedigt werden.
played by ella
last seen 22.07.2026
since 06.07.2026
position Astronom, Hüter der Himmelsaufzeichnungen
Verflucht, Verstoßen, Unglücksbringer; während Threarah Rehwdvre einst als begnadeter Adlerkrieger von den Peregrin Chalca bekannt war, so ist er inzwischen nur noch ein Schatten seiner einstigen Existenz. Ein verzweifelter Versuch der Entkopplung zweier Seelen brach die seine entzwei, wobei ein Teil unwiderruflich verloren ging, während der andere sich wie ein offener Riss in seiner Existenz verankerte und sich hier in einem stetigen Leuchten aus seinem Brustkorb äußert, zurück, scheinbar stetig auf der Suche nach dem Rest. Seit diesem Tag schwebt Threarah in einem seltsamen Dazwischen. Seine Präsenz, wenn die Sonne sein Leuchten nicht übertrumpft, verzerrt Wege, verschiebt Richtungen und raubt Ankommenden die Orientierung. Wer ihm zu nahe kommt oder das Leuchten zu lange beobachtet, verliert schnell das Gefühl für Zeit und Raum, doch auch er selbst verirrt sich in denselben Mustern wie jene, die ihm folgen. Irrlicht nannten ihn jene, die ihm in der Mitte begegneten. Dabei findet er jenen Vergleich beinahe passend, versucht jedoch inzwischen, diesen Gedanken wieder abzuschütteln, mehr in sich zu sehen als nur das Werkzeug, das einst aus ihm gemacht wurde — und fast gelingt ihm jenes Vorhaben auch, begegnet man dem Peregrin doch als freundlichen Mann, der durchaus versucht, sich in einen halbwegs normalen Alltag einbringen, sofern seine Situation das überhaupt zulässt. An den Hof des Morgens zurückgekehrt zu sein ist zumindest ein Beginn, ebenso wie die Tatsache, dass der Fluch, der ihm anhaftet, über die Jahre hinweg zumindest ein wenig an Wirkung verlor. Dabei bleibt Threarah jedoch eine Erscheinung, die auffällt, selbst wenn er sich zurücknimmt. Sein Lächeln wirkt oft fehl am Platz, zu sanft für all das, was er erlebt hat und seine Höflichkeit steht im deutlichen Kontrast zu dem Ruf, der ihm einst vorauseilte. Viele begegnen ihm mit Vorsicht oder Neugier, manche, vor allem andere Peregrin, mit offener Ablehnung. Seine Anwesenheit bleibt damit ein stiller Störfaktor, der weder ignoriert noch vollständig eingeordnet werden kann.
played by Melo
last seen 20.07.2026
since 20.01.2026
position Nachtwache | Kräutersammler
Als Tochter des High Lord des Winters und seiner vom Hof des Morgens stammenden Gefährtin, erblickte Yrsaelle das Licht der Welt in Eirwen. Mit Haut und Haar so hell wie der Schnee und einem Naturell gesegnet, dass durchaus ebenso frostig sein kann wie ihr liebstes Element, passte sie nicht nur hervorragend in das unwirtliche Gebiet des Winterhofs, sondern erhielt auch relativ schnell den Beinamen Aspekt des ewigen Winters. Ein Name, dem die junge Bildhauerin spätestens mit Erwachen ihrer Kernmagie begann, alle Ehre zu machen - ist sie doch darauf spezialisiert Molekularveränderungen mittels ihrer magitektischen Fähigkeiten herbeizuführen. So ist sie nicht nur dank ihrer ausgeprägten Überlebensinstinkte und den dazugehörigen Fähigkeiten eine ernstzunehmende Bedrohung, sondern verfügt auch über besonders kreative magische Begabungen. Jene lässt die High Fae gut und gerne in ihre skulpturale Arbeit als Bildhauerin miteinfließen und konnte sich so bereits des einen oder anderen Widersachers entledigen. Selbstverständlich verfügt Yrsaelle als Hoheit vom Winterhof ebenfalls über notwendige gesellschaftliche Kenntnisse und kann sich sicher in dem Umfeld bewegen, dass manchmal auch einem Haifischbecken gleicht. Als Gesprächspartnerin wird sie jedoch zunehmend unangenehm und manchmal auch prekär empfunden, redet sie doch selten um den heißen Brei herum und spricht auch Wahrheiten aus, die von anderer Seite gern Totgeschwiegen werden würden. Generell ist Yrsaelle niemand, der sich mit Dingen umgibt die in ihren Augen keinerlei Prioritäten besitzen. Das Leben ist zu kostbar um verschwendet zu werden und genau nach diesem Maßstab führt die High Fae auch ihr Eigenes am Hof. Mittlerweile ist die Bildhauerin nicht mehr am Hof des Winters zu finden, sondern hält sich mit ihrem Verlobten am Hof des Morgens, der ursprünglichen Heimat ihrer Mutter, auf. Auch wenn der Mord an ihrem Vater und die damit verbundene Entmachtung ihrer Familie inzwischen zwei Jahre zurückliegt, gibt es noch immer genug Wunden die geleckt werden- und genug Tränen die vergossen werden müssen. Wohin genau Yrsaelles nächster Weg führt ist bisweilen ungewiss, jedoch ist sie sich sicher, dass sie die ihr angetane Ungerechtigkeit nicht ungeschehen lassen wird. Bis der richtige Zeitpunkt für sie gekommen ist, fristet die Tochter des ehemaligen High Lords ein unstetes Dasein im Kreise der Verbündeten, die ihr nach der unvorhersehbaren Wendung des Schicksal zur Seite stehen.
played by Lotte
last seen 13.07.2026
since 09.11.2025
position Aspekt des ewigen Winters | Hoheit des Winterhofs
»Never regret thy fall, O Icarus of the fearless flight, For the greatest tragedy of them all Is never to feel the burning light.«

Und doch ist es nicht der Fall, der Zephyr beängstigt. Nicht das Gefühl, unter der Hitze einer glühenden Sonne zu Asche zu verbrennen. Es ist der Gedanke an das was folgen würde. An jene Spuren der Verwüstung, welche die Wahrheit zwangsläufig mit sich bringt. Seit Zephyr denken kann, träumt er davon zu fliegen. Seine Flügel auszubreiten und sich mit waghalsiger Offenheit in den Himmel zu stürzen. Den Wind zwischen den Federn zu spüren, mit Freunden durch die Wolken zu taumeln und den Tau eines weiteren Morgens über die eigenen Haut perlen zu lassen. Es ist eine absurde Traumvorstellung, geboren aus der kindlichen Naivität eines kleinen Jungen, der sich nach nichts mehr sehnte als der Wahrheit. Längst weiß Zephyr es besser, ist sich im Klaren darüber, dass es sein eigenes Blut ist, welches das Fundament seines Hofes zu erschüttern droht. Ein High Lord mit einer Peregrin-Mutter? Undenkbar, wenn ein Bürgerkrieg am Hof des Morgens verhindert werden soll. Die Konsequenzen sind alternativlos. Schweigen. Verbergen, was andere verurteilen würden. Und das eigene Pflichtbewusstsein über die persönlichen Bedürfnisse zu stellen. Es ist eine Haltung, mit der Zephyr Übung hat, die ihm über die Jahrhunderte in Leib und Seele übergegangen ist. Seit er denken kann, steht die Verantwortung gegenüber seines Hofes über allem. Ist das Leitbild seiner Entscheidungen, das Mahnmal auf seiner Brust. Nichts ist Zephyr wichtiger als sein Hof, seine Rolle, sein Posten. Sicher, ausgesucht hätte er sich das Amt des High Lords nie. Und doch ist es seins. Seine Verantwortung, seine Bürde. Sein Laster, dass er täglich auf den Schultern trägt, sich dabei von der Schwere des Gewichtes an manchen Tagen nahezu erschlagen fühlt. »Der beste Heiler Prythians«, munkeln sie an manchen Höfen, wenn die Sprache auf den Regenten des Morgens fällt. »Ein einziger Tropfen seines Blutes kann selbst den schlimmsten Husten besiegen.« Und doch zeigt Zephyr von jener Begabung nur wenig. Jahrzehnte ist es her, dass er zuletzt in den Hallen der Heilung gedient hat, noch viel länger, dass er seine Kernmagie mit einem Gefühl von Stolz kommunizierte. Dass der High Lord des Morgens ein Heiler ist, wissen alle. Dass Zephyr selbst jedoch das Heilen schon vorher liebte, stets zu seinem machen wollte, ist eine Wahrheit privaterer Natur.

Heute fühlt sich seine Gabe gleichermaßen falsch wie schrecklich richtig an, musste in Präsenz hinter den anderen Fähigkeiten des Morgens zurückweichen. Zephyr macht eine Gewohnheit daraus, sich lieber hinter der spitzen Schärfe von Metall zu verstecken, dabei auch sein weiches, dummes, naives Herz hinter einer Mauer aus Stahl zu verbergen. Es ist ein Laster, derart empfindsam zu sein. Ein persönlicher Fehler, so tief, so viel und so schnell zu fühlen. Wo manche Eltern ihr Kind in Empathievermögen vielleicht bestärkt hätten, ist Zephyr von Kindesbeinen an fester geformt worden. Und auch wenn er nicht weniger fühlt, als damals, so wird lasterhaften Emotionen doch bewusst weniger Beachtung geschenkt. Regent zu sein, bedeutet, im Sinne der Masse zu entscheiden. Einzelschicksale mit sekundärer Aufmerksamkeit oder aber gar nicht zu bedenken. Erst wenn der Morgen endlich auf stabilem Fundament steht und in eine bessere Zukunft blicken kann, glaubt Zephyr an eine Veränderung der etablierten Machtverhältnisse. An eine Zukunft, in welcher sich High und gewöhnliche Fae eventuell die Hand reichen und Seite an Seite regieren können. Oder zumindest in einer Gleichheit, die alle zufriedenstellt.

Bis dahin wird der Morgen autoritär und traditionell angeführt. Die laschen Zügel seines Vaters nahm Zephyr auf und spannte sie in den Anschlag. Es gilt das etablierte Recht des Stärkeren, des Talentierteren. Und das Kontrollbedürfnis eines High Lords, der nichts dem Zufall überlassen kann. Schulterblicke und das an sich reißen von Verantwortlichkeiten prägen Zephyrs Regierungsalltag, sorgen dabei regelmäßig für Unruhe am Hof. Dass es dem Auroran an persönlichem Vertrauen gegenüber seines eigenen Hofstaats mangelt hat viele Gründe und doch ein einzige, sehr deutliche Konsequenz: Unmut in den höheren Rängen seiner eigenen Leute. Der Alltag am Morgen wird auch gerade deshalb von politischen Spielchen, Machtrangeleien und konstantem Konflikt geprägt. Einer Kombination an Missständen, denen Zephyr sich nicht entziehen kann und die auch ihn persönlich immer wieder an neue Grenzen seiner Geduld bringen. Immer mit dem Wissen, dass es da ein Limit gibt. Eine Linie, die er nicht überschreiten kann. Und dass er sich diese nicht etwa selbst setzt, sondern sie fremdbestimmt in den Händen der Peregrinen dulden muss.

played by Motte
last seen 18.07.2026
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position High Lord
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