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Das Revery ist ein ACOTAR / Reich der sieben Höfe-Forum, welches auf den Büchern von Sarah J. Maas basiert. Wir spielen in einer alternativen Timeline im Jahr 8036 und nehmen somit keinen Bezug auf Buchcharaktere und ihre Storyline. Bespielbar sind bei uns sowohl High, Gewöhnliche Fae oder auch Halb Fae und alle bekannten Höfe. Wir freuen uns auf dich!
Aktuelles
News Der erste Plot wurde angekündigt und wir fassen euch noch einmal neue inhaltliche Dinge zusammen. Zu den News.
19.01.26
Start: Endlich geht es los! Wir haben offiziell eröffnet und freuen uns, auf viele tolle Geschichten, Charaktere und vor allem Spannung.!
09.11.25
1. Plot Wir kündigen unseren ersten Plot an: Nymavelle.
Inplay Start Wir haben mit dem Inplay offiziell begonnen. Viel Spaß!
Zum Plot doch nicht nur den haben wir für euch bereit: Vom 30.01.2026 bis 01.02.2026 findet unser erstes Postingevent statt.
Hof der Nacht
Emhyr Fen Aspra gehört zu jenen Fae, denen man ihren Rang vermutlich nicht unbedingt anmerkt, solange man ihnen nicht gerade auf einem Schlachtfeld begegnet. Förmlichkeiten bedeuten ihm wenig und wer ihn ausserhalb seines Dienstes mit seinem Titel anspricht, wird mit ziemlicher Sicherheit dazu aufgefordert, es bei "Emhyr" zu belassen. Trotz seiner Position als Legat versteht er sich ohnehin zuerst als Krieger und als einer von denen, die er anführt. Er sitzt genauso selbstverständlich mit seinen Leuten am Feuer, spielt Karten, trinkt und hört sich Geschichten an, wie er ihnen wenige Stunden später Befehle erteilt. Gesellschaft liegt ihm, ohne dass er deshalb besonders laut oder aufgedreht wäre. Emhyr lacht gerne, flirtet noch lieber und besitzt einen trockenen, gelegentlich dreckigen Humor, der ausgerechnet dann zum Vorschein kommen kann, wenn die Situation eigentlich viel zu ernst dafür ist.
Man sollte seine lockere Art allerdings nicht mit mangelndem Ernst verwechseln. Emhyr weiss sehr genau, wann Schluss mit lustig ist, und kann erstaunlich schnell von einem grinsenden, ziemlich umgänglichen Mann zu dem Befehlshaber werden, der er seit vielen Jahren ist. Er ist weder ein grosser Intellektueller noch ein besonders raffinierter Stratege, besitzt dafür aber eine ausgeprägte Lebensklugheit, gute Instinkte und ein feines Gespür für andere. Leute folgen ihm nicht, weil er besonders eindrucksvolle Reden hält oder auf seinem Rang besteht, sondern weil er sich ihr Vertrauen erarbeitet. Loyalität ist für Emhyr keine Einbahnstrasse. Er erwartet sie von seinen Leuten, gibt sie ihnen aber ebenso zurück und verlangt grundsätzlich nichts, wozu er nicht auch selbst bereit wäre. Dabei ist er keineswegs weich. Er weiss, dass ein Krieger sich manchmal die Hände schmutzig machen muss, und hat damit wenig Schwierigkeiten, solange er die Entscheidung mit seinem eigenen Gewissen vereinbaren kann.
Vielleicht liegt gerade in dieser Mischung sein wesentlichster Charakterzug. Emhyr ist unkompliziert, aber nicht oberflächlich. Gutmütig, aber keineswegs harmlos. Selbstbewusst, ohne sich besonders wichtig zu nehmen. Seine Familie und seine vergleichsweise bodenständige Herkunft haben sicherlich ihren Anteil daran, dass ihm Status wenig bedeutet. Selbst nach Jahrhunderten und einem beachtlichen militärischen Aufstieg sieht er keinen besonderen Wert darin, sich über andere zu stellen. Wer sich seinen Respekt verdienen will, erreicht mit einem beeindruckenden Namen entsprechend deutlich weniger als mit dem, was er tatsächlich tut.
Den politischen Veränderungen Prythians begegnet Emhyr mit einer ähnlichen Nüchternheit. Dass mit der neuen High Lady des Winterhofs eine Frau und noch dazu eine Low Fae einen der sieben Höfe regiert, stört ihn persönlich wenig. Für ihn entscheidet weder Geschlecht noch Herkunft darüber, ob jemand führen kann. Gleichzeitig wäre es untypisch für ihn, deshalb zu ignorieren, welche Sprengkraft ihr Aufstieg besitzt. Als Soldat betrachtet Emhyr die Sache weniger als gesellschaftliche Grundsatzfrage denn als mögliche Quelle neuer Konflikte. Jahrtausendealte Machtverhältnisse verschwinden schliesslich nicht, nur weil jemand sie durchbrochen hat, und nicht jeder High Fae wird bereit sein, die neue Ordnung ebenso gelassen hinzunehmen wie er. Wo andere in ihrem Aufstieg ausschliesslich Fortschritt oder Provokation sehen mögen, sieht Emhyr deshalb vor allem etwas, das Prythian verändern wird und eine Veränderung, auf die ein Krieger besser vorbereitet ist, bevor jemand beschliesst, sie mit einer Klinge beantworten zu wollen.
played by Zir
last seen 01.10.2026
since 06.09.2026
position Legat der Nachtarmee
Die Wege des Kessels sind unergründlich, so oder so ähnlich lautet das Sprichwort, welchem Endymion die ersten ca. 250 Jahre seines Lebens relativ wenig Bedeutung beigemessen hatte. Schließlich war sein Lebensweg beschlossene Sache gewesen: eines Tages würde er der High Lord des Hofes der Nacht werden, so wie sein Vater und dessen Vater zuvor. Über zwei Jahrhunderte lang wurde er für diese Rolle ausgebildet, kämpfte als Thronanwärter im Großen Krieg und war zu jeder Sekunde bereit, sein Leben für seinen Hof zu lassen. Auch wenn ihm das Schicksal trotz all seiner Bemühungen nicht Hold sein wollte, so hatte sich zumindest dahingehend nichts geändert: für den Hof würde Endymion alles tun. Tut auch alles - im Rahmen seiner eingeschränkten Möglichkeiten.
Verwalter des Hofs der Albträume schimpft man ihn seit nunmehr 25 Jahren, doch nur die wenigsten wissen, dass er dessen Gefangener ist. Unmittelbar vor der 10. Jahrestagsfeier, die er gemeinsam mit seiner Geliebten, Alyra Selraz, hatte feiern wollen, entschloss sich sein Bruder Velrian, den der Kessel mit der Macht des High Lords beerbte statt seinen älteren Bruder, Endymion zu verbannen und auch seine Kräfte hinter Schloss und Gitter zu legen. Endymion ist heute ein Schatten seiner selbst, kaum zu erkennen von all jenen, die ihn als offenen Mann kennen, welcher dem Volke nahe steht und sich regelmäßig mit selbigem austauscht, um so ein umfängliches Bild von ihm zu haben. Grausam nennt man ihn mittlerweile, erbarmungslos, als würde es ihm eine Freude bereiten mit eiserner Hand über den Hof zu amtieren. Vielmehr jedoch ist es eine Notwendigkeit, die sein Überleben sichert, gibt es doch genug Fae unterm Berg, die der Familie Nytheris alles andere als wohlgesonnen sind. Nicht nur einmal hatte man Endymion bereits nach dem Leben getrachtet und es war schlichtweg seiner eigenen Voraussicht und den wenigen, vertrauensvollen Kontakten, die er nunmehr sein Eigen nennen konnte, zu verdanken, dass er noch am Leben ist.
Geboren im Zeichen der Mirelya, fängt Endymion immer mehr daran zu zweifeln, dass sein Sternenbild, auf welches er immer viel gegeben und welches er mit Stolz vertreten hat, auch tatsächlich zu ihm passt. Seine Empathie hatte Einbußen wegstecken müssen, seine Großzügigkeit darf nicht mehr an die Oberfläche. All jene Eigenschaften, die versprochen hatten, ihn zu einem guten High Lord zu machen, sind nun diejenigen, die ihn den Kopf kosten könnten, wenn er einen falschen Schritt tätigt. Man könnte natürlich dennoch argumentieren, dass sein Verantwortungsbewusstsein und seine Hingabe auch weiterhin unangefochten sind, doch es fällt Endymion unsagbar schwer, positive Eigenschaften an sich festzumachen, wenn er doch für so viel Leid und Unheil sorgt ... sorgen muss.
Dass der Hof des Winters nun eine High Lady hat, ist auch bis zu Endymion vorgedrungen. Es ist eine Neuigkeit, die er so nicht hatte kommen sehen und die für verwundertes Stirnrunzeln auch bei ihm sorgt. Im Gegensatz zu vielen anderen High Fae, die das Konzept einer Low Fae als High Lady einer Perversion gleichstellen, überwiegt bei Endymion Rationalität und Neugierde. Warum war dem so? Was hat das Schicksal für sie alle im Schach? Und könnte man diese Kehrtwendung nicht auch als Chance sehen, statt als Kriegserklärung an alles was man war und kannte? Gleichzeitig aber sieht Endymion sich nicht in der Verantwortung, sich darüber Gedanken zu machen; seine Sorge gilt lediglich dem Volke, welches nicht in noch einen Krieg hinein verwickelt werden sollte.
played by Maya
last seen 09.09.2026
since 16.11.2025
position Verwalter des Hofs der Albträume
Macht und Reichtum, das sind Wörter, die man mit Familie Aedrys assoziiert. Doch da sind auch die Gerüchte um einen Fluch, um schwaches Erbmaterial, sowie die jahrhundertealte Fehde zwischen ihnen und den Velanoires, die Schatten auf das Imperium wirft, welches die Familie sich vor Generationen aufbaute. Schon früh lernte Eryon, die Welt nicht wissen zu lassen, was in seinem Kopf vor sich ging. Er baute eine Mauer aus Eis auf, um sich selbst zu schützen und die Erziehung seines Vaters zu überleben. Schwer zu greifen - das ist Eryon Aedrys. Geboren in eine Familie, die von Extremen geprägt ist, brach man ihm mit fünf Jahren nachhaltig das Herz. Seitdem kämpft Eryon jeden Tag dafür, genug zu sein und verliert sich in diesem Streben auch gerne mal selbst. Er ist ein Mann der Widersprüche, er kann charismatisch und abenteuerlustig, aber genauso gut verschlossen und abgestumpft sein. Für seine Stimmung gibt es keine Vorhersage, für sein Handeln keine Garantie. Von seinem Vater zu einer Waffe geschmiedet und stets nach der Liebe seiner Mutter und seines Zwillingsbruders strebend, vergisst Eryon manchmal, dass auch er nur ein normaler Fae ist und Grenzen hat. Das auch er nicht unverwundbar ist, auch wenn er sich ebendies gerne einredet. Hat man das Eis gebrochen, so findet man in ihm einen loyalen Freund. Eryon strebt primär danach, geliebt und akzeptiert zu werden und würde für seine Familie, aber auch seine Freunde alles tun, sollten beide Parteien nicht im Konflikt stehen. Er arbeitet im Familiengeschäft und wird von seinem Vater zum nachfolgenden Geschäftsführer der Waffenschmiede Aedrys herangezogen – etwas, dass ihn zu großen Teilen seiner Zeit in den Alptraumhof verbannt. Ein Ort, den er nicht unendlich schätzt, der jedoch zu ihm gehört wie sein Zwillingsbruder Rheos, der seiner selbst in der Schmuckmanufaktur in Velaris hausiert. Während seiner Ausbildung stand Eryon selbst in der Schmiede, heute ist er vermehrt mit dem Papierkram beschäftigt, schließt neue Verträge und plant gemeinsam mit seinem Vater die Zukunft des Unternehmens. Manch einer bezeichnet ihn als den Schatten seines Vaters, doch genau das möchte Eryon nicht sein. Während er nach der Liebe und Aufmerksamkeit seiner Mutter strebt, versucht er gleichzeitig alles dafür zu tun, nicht wie sein Vater zu werden. Er lebt somit ein Paradoxon, dass er bis heute nicht hat auflösen können und das verhindert, dass er sich je als gut genug ansieht.
played by Caro
last seen 10.10.2026
since 11.11.2025
position Stellv. Geschäftsführer Aedrys Waffenmanufaktur
Kaelan Veyr wirkt nicht wie jemand, der um Aufmerksamkeit bitten müsste. Sie fällt ihm einfach zu. Vielleicht liegt es an den dunklen Flügeln, die seine illyrianische Herkunft sofort verraten. Vielleicht an seinem kräftigen Körperbau, der Haltung eines Fae, der seit seiner Kindheit für Kampf, Schmerz und Disziplin erzogen wurde. Vielleicht aber auch an seinem schiefen Grinsen, welches gerne und oft in sienem Gesicht erscheint. Kaelan besitzt eine Selbstsicherheit, die beinahe unverschämt wirken kann. Er weiß, was er kann, wie er auf andere wirkt, und meistens hat er kein Problem damit, genau das auszunutzen.
Er ist Illyrianer. Er ist ein Krieger. Einer, der gelernt hat, dass Stärke nicht nur bewundert, sondern erwartet wird. Schon als Kind begann sein Training, lange bevor er wirklich verstehen konnte, was es überhaupt bedeutet, zu einer Waffe zu werden. Dennoch ist er jemand, der schnell lacht, gerne provoziert und er hat fast immer einen Spruch auf den Lippen. Man könnte ihn für leichtsinnig halten.
Kaelan macht keine halben Sachen - nicht im Kampf, nicht für die wenigen, die ihm wirklich etwas bedeuten, und schon gar nicht bei Dingen, die sich einmal in ihm festgesetzt haben. Er kann leidenschaftlich sein, impulsiv und schwer davon abzubringen, wenn er sich für etwas entschieden hat.
Nach außen gibt er sich charmant, frech und beinahe unerschütterlich. Doch wer ihm nahekommt, merkt schnell, dass hinter seiner lockeren Art mehr liegt als seine Überheblichkeit. Kaelan beobachtet genau, merkt sich Kleinigkeiten und kann überraschend aufmerksam sein. Gleichzeitig bleibt er stolz und nicht besonders gut darin, Verletzungen einfach hinunterzuschlucken. Wenn ihn jemand verletzt - emotional - dann trifft es ihn sehr. Nur würde er eher seine Zähne zeigen, als das offen zuzugeben.
Zu High Fae hat Kaelan ein angespanntes Verhältnis. Er respektiert keine Blutlinie nur deshalb, weil sie alt ist und einen Titel besitzt. Diese höfischen Spielchen, diese schönen Lügen und Macht, widern ihn schnell an. Gewöhnliche Fae betrachtet er nicht automatisch als schwächer oder weniger wert, auch wenn seine illyrianische Erziehung ihn nicht von Vorurteilen befreit hat. Am Ende zählt für Kaelan weniger, was jemand ist, sondern was jemand tut. Stärke, Ehrlichkeit und Treue bedeuten ihm deutlich mehr als Herkunft.
Der Große Krieg hat Kaelan geprägt, aber nicht nur durch Blut, Kämpfe und Verluste. In dieser Zeit begegnete er Laren Veralea, seinem Seelengefährten aus dem Frühlingshof. Ein Fae aus genau dieser Welt, die Kaelan verachtet - höfisch, schön und voller Lügen. Trotzdem war da dieses Band zwischen ihnen. Etwas Echtes. Etwas, das Kaelan nicht einfach ignorieren konnte. Und dann ließ Laren ihn zurück.
Bis heute ist Kaelan wütend darüber. Laren ist sein Seelengefährte, und trotzdem ging er. Vielleicht hatte Laren Gründe. Aber für Kaelan bleibt vor allem eines - er wurde zurückgelassen. Von genau dem Fae, der eigentlich zu ihm gehören sollte.
Kaelan ist zu stolz, um Laren einfach aufzusuchen. Er würde nicht am Frühlingshof auftauchen und ihm hinterherlaufen. Er würde nicht zeigen wollen, wie sehr ihn das noch immer trifft. Lieber sagt er sich, dass Laren ihn nicht verdient hat. Lieber trainiert er, kämpft, spottet und tut so, als wäre es ihm egal. Aber ganz egal ist es ihm nicht. Das Band ist noch da. Manchmal reicht ein Gedanke an Laren, ein bestimmter Geruch oder ein falsches Wort und er spürt wieder den Schmerz und den Verlust.
Heute ist Kaelan ein Illyrianer, der gelernt hat, weiterzumachen. Er trainiert, kämpft, bildet jüngere Krieger aus und trägt seinen Ruf mit einer Mischung aus Stolz und Gleichgültigkeit. Einige halten ihn für arrogant, zu direkt und schwer zu ertragen. Andere würden ihm im Kampf ohne Zögern ihr Leben anvertrauen.
played by SarahStern
last seen 21.10.2026
since 29.05.2026
position Krieger / Ausbilder der geflügelten Legionen
Wo die Familie Elysiae vor einigen Jahrhunderten am Hof der Albträume noch Ansehen und Wohlstand genoss, ist sie heute nur noch ein Schatten ihrer selbst. Die Fähigkeit der Vergoldung lag einst tief im Blut seiner Vorfahren, doch sie übersprang mehrere Generationen der väterlichen Linie. Dadurch führte die Familie zwar kein armes, aber dennoch ein eher bescheidenes Leben, zumindest für die Verhältnisse der High Fae.
Erst mit Khaos kehrte die Kernmagie der Vergoldung in die Familie zurück. Doch statt Stolz oder echter Zuneigung sah er bei seinen Eltern nur Erwartung, Berechnung und Furcht. Sie erkannten das Nutzenpotenzial seiner Magie, während sie zugleich vor dem Wesen zurückschreckten, das ihr Sohn war. Khaos weigerte sich, sich ausnutzen zu lassen, vor allem von jenen, die nie in der Lage waren, ihn wirklich zu lieben.
Wenn man Khaos Elysiae nämlich des Mitgefühls beschuldigen würde, würde er vermutlich lachen. Seit er denken kann, war er anders als die meisten: kühl, kalkuliert, frei von moralischen Grenzen und vollkommen unberührt von Empathie. Während andere im Hof der Nacht in Schatten und Geheimnissen aufgehen, scheint er selbst wie ein Schatten zu sein, der sich jeder Form von Kontrolle durch andere entzieht.
Seine Kernmagie, die Vergoldung, würde er selbst nur belächeln. Für manche mag sie ein Werkzeug sein, um an Reichtum zu gelangen, doch Geld war für ihn nie von Bedeutung. Besonders in jungen Jahren empfand er seine Fähigkeit als Fluch und beneidete andere darum, die Dunkelheit kontrollieren zu können. Die vermeintliche Lücke, die seine Kernmagie hinterlässt, hat er durch disziplinierte Praxis ausgeglichen: Wo sich viele Fae blind auf Magie verlassen, lernte er, das Schwert mit der Präzision eines Meisters zu führen.
Mit der Zeit fand er sogar im Kampf einen begrenzten Nutzen in seiner ungeliebten Gabe, sodass der ursprüngliche Hass zu einer kühlen Abneigung verblasste. Doch seine Beziehung zu seiner Magie blieb immer distanziert und wurde nie vertraut.
Seit Jahrhunderten steht Khaos auf eigenen Beinen. Nach dem vertuschten Mord an seiner Schwester kappte er alle Verbindungen zu seiner Familie und zog weiter, ohne je zurückzublicken. Seither durchstreift er das Land, arbeitet dort, wo man ihn bezahlt, und hält sich dennoch einen festen Wohnsitz am Hof der Albträume. Ein Ort, der seiner Natur entspricht, auch wenn er sich nie ganz zugehörig fühlt.

Khaos bewegt sich mit einer selbstverständlichen Gelassenheit durch die Welt, immer beobachtend, merkt sich alles was wichtig ist und achtet stets mit einem präzisen Blick auf die Schwachstellen anderer. Er ist jemand, der eher Strukturen analysiert als Teil davon zu werden, und jemand, dessen Loyalität man sich nicht verdienen, sondern ganz einfach erkaufen muss. Sein Charme ist effektiv, gefährlich und von einer eleganten Fassade getragen, hinter der sich nichts als Berechnung und das Bedürfnis nach absoluter Freiheit und Eigenständigkeit findet.
Besonders der grosse Krieg verhalf ihm zu genau dem, was er suchte. In dieser Zeit liess er seine Familie endgültig hinter sich. Eine Welt, die ohnehin auseinandergerissen und erschüttert war, bot den perfekten Nährboden für jemanden wie ihn, um sich als nützlich zu erweisen. Es gab viel zu hören und zu beobachten, viele Informationen, die er an seinen Hof senden konnte, und noch mehr Gelegenheiten, Menschen so zu manipulieren, dass sie ihm bereitwillig mehr preisgaben, als sie eigentlich sollten. Auch sein Können als Assassine stellte er in dieser chaotischen Phase unter Beweis, was trotz seines jungen Alters eine bemerkenswerte Erfolgsbilanz hinterliess. Krieg und Konflikt hatten ihn schon immer belebt, denn sie wirkten wie ein Gegengift gegen die allesverschlingende Langeweile, die seit jeher in ihm nistet. Das Thema Krieg selbst liess ihn jedoch kalt und er weigerte sich persönlich, eine moralische Seite wählen zu müssen.
Auch heute, Jahrhunderte später, wo erneut ein Krieg am Horizont aufzieht, bleibt Khaos gleichgültig. Politische Dispute sowie die Differenz zwischen Fae und High Fae bedeuten ihm nichts. Er verurteilt niemanden wegen dessen Ursprung und kümmert sich weder um Moral noch um Gleichberechtigung oder Gerechtigkeit oder Ungerechtigkeit. Sein einziges Ziel war es immer, seine eigene Freiheit auszuleben und die stete Langeweile zu bekämpfen, die ihn begleitet wie ein alter Schatten.
Wer die Zeit findet und ihn länger beobachtet, erkennt schnell, dass seine Präsenz eine seltsame Mischung aus unerschütterlicher Ruhe und unterschwelliger Bedrohung ist. Er ist weder laut noch aufdringlich, doch immer genau dort, wo er sein will. Manche fühlen sich von dieser kontrollierten Zurückhaltung angezogen, andere unwohl, ohne so richtig zu verstehen weshalb.
Er gibt wenig von sich preis, wirkt unnahbar und schwer zu greifen, doch gerade diese Distanz macht ihn für manch anderen faszinierend. Khaos ist definitiv kein Held, selten ein Retter und kein guter Mann. Er ist eine Waffe und er entscheidet selbst, für wen er geschliffen wird. Doch letztendlich dient er vor allem seinen eigenen Interessen.
Um seinen Bewegungsradius zu erweitern, übernimmt er gelegentlich Schutzaufträge für Händlerkarawanen oder reist als offizieller Bote zwischen den Höfen. Dabei nutzt er sowohl seine familiären Verbindungen zum Hof des Morgens als auch vermeintlich neutrale Aufgaben als Vorwand, um Hofgrenzen zu überschreiten. Gelegentlich gibt er vor, bestimmte Rituale durchzuführen oder nach seltenen Materialien und Inspiration für seine Kunst zu suchen. Lügen, die nur wenige hinterfragen. Diese Freiheit erlaubt es ihm, Informationen zu sammeln, potentielle Gefahren abzuschätzen oder schlicht seine Langeweile zu vertreiben, ohne sich jemals wirklich binden zu müssen.
played by Zir
last seen 09.10.2026
since 18.11.2025
position Reisender | Informant | Assassine
Nymera, auch Nyx genannt, entstammt der Familie Nytheris. Sie ist die Cousine väterlicherseits. Während ihr ältester Bruder die Erziehung ihres Vaters „genoss“, kümmerte sich ihre Mutter hingebungsvoll um sie. Somit kam sie kaum mit der Gewalt ihres Vaters in Berührung und erfuhr dafür die Liebe ihrer Mutter. Vermutlich ist das der Grund, weswegen ihr ältester Bruder sie hasst - sie bekam das, wonach er sich immer sehnte. Als sie gerade volljährig wurde, wurde sie mit einem High Fae verheiratet, da ihr Vater glaubte, da er sich von der Ehe einige positive Aspekte erhoffte - mehr ansehen am Hof der Nacht zum Beispiel.
Doch für Nyx wurde die Ehe zum Albtraum, geprägt von Gewalt und Missbrauch. Sich ihrem Mann zu widersetzen, brachte nur Gewalt und Streit mit sich. Aber über die Jahre hinweg lernte sie, wie sie ihre Worte nutzen konnte, um das zu bekommen, was sie wollte. Obwohl die Ehe minder glücklich war, nutzte sie zumindest das Geld ihres Mannes, um sich davon etwas zu „gönnen“. Offiziell. In Wahrheit versuchte sie aber der ärmeren Bevölkerung zu helfen. Um Buße zu tun, für das, was ihr Mann anderen antat. Später wurde ihr ihre Fähigkeit - das Sternenweben - nützlich. Als Kind vor ihrem Vater verborgen, trainierte sie heimlich und nun konnte sie sie endlich gegen ihren Mann anwenden. Sie erspürte die unsichtbaren Fäden, die ihren Mann und seine sogenannten Freunde verband, spürte den Hass, die eisige Kälte der Fäden und verstärkte dieses Band. Aus tiefer Abneigung wurde abgrundtiefer Hass, der soweit ging, und einen Komplott gegen ihn spann. Alles andere lief ohne ihr zu tun. Ihr Mann wurde getötet und Nymera war frei. Während sie offiziell als Witwe trauerte, nutzte sie heimlich ihr Erbe, um sich ein neues Leben in Velaris aufzubauen.
Es war das erste Mal, dass sie eigene Entscheidungen treffen durfte. Während ihrer Ehe fand sie in den Sternen Trost und beschloss nun, sich den Studien der Sternen zu widmen - sie wurde Astrologin. Gleichzeitig agierte sie heimlich unter Velrian als eine Art Diplomatin, indem sie auf seinen Wunsch hin Bündnisse verstärkte - immer ganz im Sinne des Nachthofes und nie zu Lasten anderer. Denn ihre Gabe wollte sie für Gutes einsetzen. Mit mittlerweile nun 220 Jahren fühlt sie sich geerdeter denn je. Doch die Sorge um einen erneuten Krieg bleibt. Lady Winter brachte die gesamte Weltordnung durcheinander. Einzig und alleine die Tatsache, dass sie eine Frau ist und das höchste Amt bezieht, bewundert Nyx und begrüßt sie herzlich. Es wird Zeit, dass auch Frauen in einer Männer dominierten Welt endlich mehr Rechte zugesprochen werden. Aber eine gewöhnliche Fae, die vom Kessel auserwählt wurde? Würde nun ein neues Zeitalter heran brechen, indem auch gewöhnliche Fae High Lord oder gar High Lady werden konnten?

Nymera ist - entgegen der Erwartungen - weniger von Gewalt geprägt. Sie nutzt ihre Worte für Diplomatie, um andere zu beruhigen. Sie ist selbstbewusst. Selbstbewusst genug, um sich zu schwören, nie wieder der Besitz eines Mannes zu sein. Sich nie wieder unterzuordnen. Sie möchte ihren eigenen Weg gehen.
played by Tini
last seen 13.09.2026
since 15.11.2025
position Astrologin, inoffiziell: Diplomatin
Mit gerade mal 216 Jahren hält sich Nysera zu Recht noch für sehr jung, auch wenn sie in dieser Zeit bereits gelernt hat, dass Geduld und den Mund zu halten manchmal besser ist als jeder Aufstand. Außerdem ist sie, wenn man es ganz genau nehmen will, die ersten 100 Jahre ihres Lebens sehr behütet aufgewachsen und kann tatsächlich nicht mit so viel Welterfahrung prahlen wie Gleichaltrige.
Die High Fae ist meinungsstark, stolz und durchaus mit einer scharfen Zunge gesegnet, hat aber ebenso früh gelernt, dass nicht jeder Gedanke ausgesprochen werden sollte. Am Hof trägt sie daher meist eine höfliche Maske, beobachtet ihr Gegenüber genau und passt sich durchaus an, wenn es ihr einen Vorteil verschafft. Nicht unterwürfig, sondern sozial geübt, meist mit einem eigenen Ziel. Nur wenige Fae bekommen die Nysera zu Gesicht, die frech werden kann, offen widerspricht und nicht jedes Wort vorher mental auf seinen Nutzen überprüft.
Von einer Gleichstellung zwischen High und Low Fae hält sie wenig. Nysera ist sich ihres eigenen Standes bewusst, genießt dessen Privilegien und sieht eine von High Fae geführte Gesellschaft als vollkommen natürlich an. Anders sieht es für sie bei der Stellung von Frauen aus. Dass weibliche High Fae weniger Möglichkeiten erhalten oder allein aufgrund ihres Geschlechts unterschätzt werden, stößt bei ihr auf wenig Verständnis. Trotzdem ist sie klug genug, diese Meinung nicht in jeder Gesellschaft laut zu vertreten.
Der Große Krieg nahm ihr bereits als Kind ihren Vater und später auch ihren älteren Bruder. Vielleicht ist es auch gerade deshalb übertriebener Mut und Volksliebe, die Nysera mit kopflosem Handeln verbindet. Sie würde weder für Ruhm noch für irgendein Ideal unnötig ihr Leben aufs Spiel setzen und hält wenig von spontanem Heldentum.
Wahrscheinlich auch einer der vielen Gründe, wieso sie ihre Fähigkeit nicht für das „Gute“ verwendet. Genauer genommen nutzt sie diese nicht mal für die ‚andere‘ Seite. Im Großen und Ganzen hält sie sich raus, wie ihre Mutter es ihr gut eingetrichtert hat. Manchmal fragt sie sich ehrlich, ob es noch andere Schattensänger gibt wie sie, die ihre Fähigkeit fast ausschließlich dazu nutzen, Hofgeflüster zu belauschen… Wahrscheinlich eher nicht.
In Nyseras Augen ist es immer am besten abzuwarten. Mit genug Geduld und Planung erreicht man sein Ziel immer, als Fae sollte es ja kein Problem sein, im Notfall ein paar Jahrzehnte oder Jahrhunderte auf etwas hinzuarbeiten. Den größten Teil ihres Lebens widmet Nysera sich ohnehin den Sternen. Durch ihre Mutter, eine Astrologin, lernte sie früh deren Deutung kennen, fand jedoch deutlich mehr Gefallen an der Astronomie und Astrologie.
Ehrlicherweise hatte sie nach dem Ende des Großen Kriegs auch nicht viel Beschäftigung. Ihre Mutter konnte durch den Verlust teilweise tagelang nicht aus dem Bett und auch wenn es Angestellte im Anwesen gab, spielten diese nicht gern mit Nysera. Im hoch erbauten Familienanwesen hatte sie den schönsten Blick auf den Himmel und fühlte sich schnell von den Sternen angezogen. Sie beobachtet Positionen und Zyklen, dokumentiert Veränderungen und erstellt kunstvoll ausgeschmückte Sternkarten. Gleichzeitig sind die Sterne längst Teil ihrer eigenen Weltanschauung geworden: Nur weil eine Veränderung noch nicht sichtbar ist, bedeutet das nicht, dass sie nicht schon längst begonnen hat. Eine Überzeugung, an der sie sich auch heute noch festhält, während sie seit 25 Jahren von Endymion, ihrem Geliebten, getrennt lebt.
Nur 10 Jahre durften die beiden glücklich miteinander verbringen, bevor zum Schrecken aller nicht Endymion, sondern dessen jüngerer Bruder High Lord wurde. Es dauerte nicht lange, bevor dieser kleine Bruder wortwörtlich den Verstand verlor, zumindest wenn man Nysera fragen würde. Und so verbannte Velrian seinen Bruder Endymion an den Nachthof, eigentlich Nyseras Heimatort.
Doch zu ihrem Leidwesen sah Velrian nicht ein, seinem Bruder auch nur einen Funken Freude zu gönnen, also nahm er sie kurzerhand mit nach Velaris. Weg von ihrer Heimat und vertrauten Umgebung. Und das alles nur wegen Velrian, dem nun nicht mehr ganz so neuen High Lord des Nachthofs, dessen verdrehte Spielchen sie regelmäßig ertragen muss. Egal, worum es geht, wenn er ihr nur die Möglichkeit, Endymion zukünftig wiederzusehen, vor Augen hält, spielt sie mit. Ob es dabei um das ‚Ausleihen‘ ihrer Fähigkeiten geht, darum, sie zu demütigen oder sich körperlich mit ihr zu vergnügen.Der einzige Gedanke, den sie in diesem goldenen Käfig, den Velrian um sie herum aufgebaut hat, nicht aufgeben kann, ist die Hoffnung auf ein späteres Wiedersehen mit Endymion, was für sie noch immer mehr wiegt als der Preis, den sie dafür zahlen muss.
played by Shay
last seen 16.10.2026
since 16.08.2026
position Astronomin & Astrologin
Obsindra ist vor allem eines: gesellschaftlich anerkannt. Das rührt nicht nur daher, dass sie einem Schmuckimperium entstammt und ihre Familie bereits seit vielen Jahrhunderten sowohl als einer der größten Arbeitgeber am Hof der Nacht fungiert, sondern auch diverse Ehrenämter besetzt. Generell genießt das Schmuckhaus Schattenquarz viel Prestige in Velaris und darüber hinaus auch einen guten Ruf an anderen Höfen. Insbesondere zu Zeiten des großen Krieges gelang es dem Unternehmen, vermeintlich schwächere Konkurrenten zu übernehmen und den Einfluss auf das Juwelier- und Mienengeschäft deutlich zu mehren. Obsindra selbst dient dem Fortbestand dieses Wohlstandes als Facettiergelehrte, indem sie nicht nur die Edelsteine aus den familieneigenen Mienen aufarbeitet- und nach Kundenwünschen verarbeitet, sondern inzwischen auch punktuelle Magie einfließen lässt, um besagten Edelsteinen damit eine weitere, eher nützliche Funktion zu geben. Neben ihrer Arbeit, in der sie zur Gänze aufgeht, hält sie sich gern innerhalb der Gesellschaft auf und nutzt jede sich bietende Gelegenheit für ein Zusammenkommen mit Anderen. Unterschiede allein aufgrund der Herkunft sind für die Velanoire ein Fremdwort, sie betrachtet jedwede Wesen in Prythian mit den selben, bernsteinfarbenen Augen und misst diese an ihrem Charakter und nicht unexistenten Besitzansprüchen. Entsprechend offen aber auch erwartungsvoll und loyal steht sie dem neuen High Lord des Hofes gegenüber und auch der Frage, wie er wohl auf den Umbruch reagieren wird, der erst kürzlich ganz Prythian erschütterte. Den dass es den Fae am Hof der Nacht grundsätzlich gut geht, ist für die Velanoire unbestritten, weshalb sie ihr Leben vorerst auch in dem Maß weiterführen wird, in dem sie es immer getan hat: anspruchsvoll, ereignisreich und natürlich unkonventionell. Denn Obsindra stößt sich nicht daran, wenn jemand die Nase über ihre Ansichten oder ihr Verhalten rümpft. Sie erledigt Dinge auf ihre Art und Weise und steht auch voll und ganz dahinter. Sie zu mögen kann bisweilen ein kleines Unterfangen sein, doch wenn man hinter die Fassade schaut, die von Sturheit, Sarkasmus und auch einer Prise Melancholie geprägt ist, so gewinnt man eine Verbündete auf die man sich nicht nur verlassen kann, sondern die gerne auch mal Kämpfe austrägt, die nicht ihre eigenen sind. Alles unter vorherigen Abwägen der Konsequenzen, versteht sich.
played by Lotte
last seen 09.10.2026
since 17.11.2025
position Facettiergelehrte
Als Sohn eines High Fae aus den familiären Reihen des High Lords und einer Illyrianerin, war Seraphars Entstehung weder geplant oder gewünscht und zeugt tagtäglich von den Verfehlungen des vermeintlich starken Geschlechts am Hof der Nacht. Als SAchandfleck zum Sterben in dem dreckigsten Loch zurückgelassen, dass das Gebiet der Illyrianer so bot, wuchs er aber dennoch vergleichsweise liebevoll durch die Aufopferung seiner Mutter auf. Zumindest bis zu dem Zeitpunkt in seiner Kindheit, an dem er nicht nur seinen Nachnamen- und damit die offizielle Verbindung zum High Lord erhielt, sondern auch den Händen eben jener Illyrianerin entrissen wurde, um fortan ein Dasein am Hof der Albträume zu fristen. Eine Fehlentscheidung, wie sein Vater schnell feststellen musste, denn weder psychische Folter- noch körperliche Züchtigungen sorgten dafür, dass Seraphar sich der am Hof herrschenden Etikette annahm und jene Linie fuhr, die sein Vater für ihn vorgesehen hatte. Anpassungsfähigkeit ist in dem Sprachgebrauch des Halbillyrianers nicht zu finden, ebenso wie verbale Ausdrucksstärke allgemein ein Fremdwort für ihn ist. Seraphar sagt, wonach ihm der Sinn steht und drückt seine Ansichten noch viel lieber körperlich aus. Ein gewisser, rauer Charme ist ihm durchaus zuzuschreiben, vor allem wenn er das Objekt seiner Begierde am Hals gepackt gegen die nächste Wand drückt und wahlweise süße Nichtigkeiten- oder hasserfüllte Todesdrohungen in die zumeist spitzen Ohren flüstert. Das durch seine Adern eher Adrenalin als Blut fließt, ist unschwer zu erkennen, ebenso wie die tödliche Präsenz die ihn umgibt und nicht ausschließlich daher rührt, dass er sich von der Verpflichtung gegenüber der Legion der Illyrianer zum Henkermeister am Hof der Nacht erhob und für all die Arbeiten zuständig ist, die schmutzig und hässlich sind. Auf eine perfide Art und Weise bringt die Tätigkeit ihm Genugtuung, hilft seinen unruhigen Geist im Zaum zu halten und seine Finger zu beschäftigen, wobei er ein gewisses Maß an Kreativität an den Tag legt, wenn es darum geht, die Art des Dahinscheidens zu bestimmen. Seinen Cousins gegenüber ist er stets loyal, wenngleich er noch immer die leise Hoffnung hegt, dass sich mit dem erst kürzlich erfolgten Machtwechsel vielleicht etwas an der Situation insbesondere der Frauen am Hof ändern wird. Denn jene Fae in seinem ganz persönlichen Umfeld sind es, die sein Leben maßgeblich in den Händen halten und deren Wohlergehen ihm wirklich am Herzen liegt.
played by Lotte
last seen 18.10.2026
since 29.11.2025
position Henkermeister
Varic Corven gehört zu jener Sorte High Fae am Hof der Nacht, deren Anwesenheit nur schwer zu übersehen ist. Selbstbewusst, charismatisch und mit einer beinahe selbstverständlichen Dominanz bewegt sich der Legionskommandant durch die Welt und lässt sich dabei kaum von den Meinungen anderer oder gar den Sitten des eigenen Hofs beeinflussen. Er weiß, was er kann, weiß auch ziemlich genau, was er will und hat wenig Hemmungen, beides offen zu zeigen. Ein schiefes Grinsen, ein trockener Kommentar oder ein unverhohlenes Kompliment sind dabei ebenso typische Bestandteile seines Auftretens wie sein Talent dafür, andere auch mal ein wenig aus der Fassung zu bringen.
Trotz seiner selbstsicheren und oft spielerischen Art steckt hinter Varic ein Mann, der über mehr Lebenserfahrung verfügt, als sein Auftreten zunächst vermuten lässt. Er hat gelernt, wann sich eine Situation mit Humor entschärfen lässt und wann es besser ist, ernst zu bleiben. Besonders Fae, die ihm nahestehen, erleben dabei eine weitaus loyalere und aufmerksame Seite. Varic ist großzügig mit seiner Zeit, seinen Geschichten und seinem Vertrauen, wenn jemand es sich verdient hat und besitzt eine ausgeprägte Schwäche dafür, jene zu beschützen, die er zu den seinen zählt. Er liebt gute Gesellschaft, lange Nächte und ausgelassene Feiern und ist auf diesen auch selten derjenige, der als Erster geht und nach einer gewonnenen Schlacht findet er durchaus Gründe, daraus eine noch längere Nacht zu machen. Gleichzeitig besitzt er eine ruhige, beinahe unerschütterliche Seite, die besonders dann zum Vorschein kommt, wenn es wirklich darauf ankommt. Varic lässt sich nur schwer einschüchtern und noch schwerer aus der Ruhe bringen.
Wer einmal zu denen gehört, die er wirklich als die seinen betrachtet, kann sich ziemlich sicher sein, dass er bleibt - auch dann, wenn es unbequem wird. Auch ist er ein Mann, der den Kampf liebt; den Krieg allerdings nicht. So lässt sich auch trotz seiner Loyalität gegenüber des eigenen Hofes durchaus behaupten, dass er nichts gegen die Lady Winter an sich hat, sondern viel eher besorgt um all das ist, was dieser Bruch der Tradition mit sich ziehen wird.
played by Melo
last seen 25.10.2026
since 09.08.2026
position Legionskommandant
Als Zweitgeborener eines alten Hauses des Nachthofes wuchs Velrian stets im Schatten seines älteren Bruders Endymion auf, der von Geburt an als Thronfolger auserkoren wurde. Während Endymion die Ideale von Stärke, Ehre und Tradition verkörperte, war Velrian der stille, wachsame Beobachter. Neugierig. Sensibel. Verträumt. Ein Kind, das lieber lauschte als sprach.
Doch als ihr Vater nach einer Krankheit starb, traf der Kessel eine Entscheidung, die alles veränderte: Er wählte Velrian. Nicht den Erstgeborenen, sondern den Zweitgeborenen.
Das ist nun 26 Jahre her. Im ersten Jahr seiner Herrschaft war Velrian offen, beinahe mild. Er stellte Fragen, suchte Rat, versuchte, sich einzufinden in einer Rolle, die ihm nicht zugedacht war. Doch der Druck wuchs. Die Stimmen wurden lauter, dass Endymion der bessere Herrscher gewesen wäre. Also veränderte sich Velrian. Er wurde kontrollierter und versteckte seine Schwächen. Ein Jahr nach seiner Ernennung verbannt er seinen Bruder Endymion an den Hof der Albträume. Offiziell aus politischen Gründen. In Wahrheit aus Angst. Angst, dass der Thron nie wirklich ihm gehört. Seitdem hat er seinen Bruder nicht mehr gesehen.
Velrian herrscht mit Präzision. Er ist strategisch und unerbittlich. Er duldet keine Unordnung, keine offenen Rebellionen – auch keine stillen. Seine Entscheidungen wirken hart, doch sie folgen stets einem Ziel: Stabilität. Kontrolle. Macht.
Er wurde unter dem Sternbild Thalyra geboren, der Sängerin im Nebel – Sinnbild für Nostalgie, Sehnsucht und stille Dunkelheit. Wie sein Zeichen schwankt auch Velrian zwischen kühler Klarheit und innerer Zerrissenheit. Er ist intelligent, besonnen und vorausschauend – doch tief in ihm lebt Misstrauen. Nicht gegen andere, sondern gegen sich selbst. Er fragt sich, ob der Kessel sich vielleicht geirrt hat.
Seine Mutter, einst eng verbunden mit beiden Söhnen, lebt heute zurückgezogen. Sie darf Endymion noch besuchen – aber nur selten. Anfangs durfte sie frei reisen, doch Velrian gefiel es nicht wie oft seine Mutter seinen Bruder aufsuchte. Heute erlaubt er ihr nur noch ein bis zwei Besuche im Jahr.
Sein Ruf innerhalb des Hofes ist zwiespältig. Einige nennen ihn einen kalten, aber fähigen Herrscher. Andere fürchten ihn. Doch alle wissen, dass man sich seine Loyalität verdienen muss – und wer sie verliert, bekommt sie kein zweites Mal zurück.
Velrians Haltung gegenüber gewöhnlichen Fae ist distanziert, aber nicht herablassend. Er sieht sie als Teil des Hofes – als Rädchen im System, das funktionieren muss. Er behandelt sie nicht offen schlechter, aber auch nicht als gleichwertig. In seinem Weltbild herrscht Ordnung, keine Gleichheit.
Die High Fae hingegen betrachtet er mit einer Mischung aus Freundschaft, Rivalität und Kontrolle. Besonders denen gegenüber, die seine Position hinterfragen könnten, begegnet er mit Misstrauen.
Der Hof der Nacht ist zweigeteilt – in den Hof der Träume und Albträume. Für Velrian gehören beide Seiten dazu. Er sieht darin keinen Widerspruch, er akzeptiert die Teilung. Die Stadt Velaris schützt er mit aller Kraft, nicht aus Zuneigung, sondern weil sie das Herzstück seines Hofes ist. Doch seine Aufmerksamkeit gilt auch dem Hof der Albträume. Er will ihn führen – so wie jeden anderen Teil seines Hofes. Doch solange Endymion dort lebt, lässt Velrian ihn im Auge behalten. Es geht ihm um Macht – aber auch um Sicherheit. Denn tief in Velrian bleibt die Angst, dass sein Bruder eines Tages zurückkehren will.
Seit dem Auftauchen der High Lady vom Winterhof ist Velrian noch misstrauischer geworden. Eine gewöhnliche Fae mit solcher Macht – das passt für ihn nicht zusammen. Er ist klar gegen sie, auch wenn er es nie offen sagt. Doch in seinem Hof ist die Ablehnung deutlich zu spüren.
Zu den Unruhen zwischen den Höfen äußert Velrian sich selten. Doch in den stillen Fluren seines Palastes werden Informationen gesammelt, Wetten abgeschlossen, Allianzen geprüft. Wenn die Welt sich neu ordnet, dann nicht ohne ihn – und schon gar nicht gegen ihn.
played by SarahStern
last seen 17.10.2026
since 09.11.2025
position High Lord | Hof der Nacht
Vinyarion ist ein Nachtmahr. Damit ist er schon vom Namen her ein Angehöriger jener Fae-Art die wie kaum eine andere das Image des Nachthofs verkörpert und der landläufigen ausländischen Vorstellung dieses Ortes entspricht. Schon ironisch, dass er aber auch in seiner Heimat genau dafür verachtet wird. Das Volk der Nacht schätzt keine Eindringlinge in die Privatsphäre, keine Offenlegung seiner Schwächen und vielleicht Schmerz bei anderen, aber weniger bei sich selbst. Und so gilt er als Abschaum und sogar Missgeburt, die im Licht des Tages das Antlitz eines High Fae zeigt, was ihm nicht zusteht.
Im Laufe seines noch langen Lebens hat Vinyarion bereits eine Vielzahl von Namen zu hören bekommen, längst nicht alle davon schmeichelhaft. Und doch fühlt er sich ungesehen, ungeliebt, unbedeutend. Was meistens genau das richtige ist, denn es bedeutet ebenfalls lebendig. Der Preis für lebendig ist hoch, findet er gelegentlich, aber kennt es nicht anders. Kein Wunder daher, dass er die Zeit meistens in seinen Traumwelten verbringt, fein und hell wie Zuckerwatte gesponnen, wo die Jahre vorüberziehen. Es hat beinahe etwas tröstliches, aus anderer Leute Träume als Kontrast ihren Schrecken zu spüren. Denn in seiner Gegenwart werden diese Träume so kohlrabenschwarz wie sein Haar. Er bringt Schmerz, Trauer und Wut und wird dafür gefürchtet und gejagt - und gefangen. Seit 16 Jahren fristet Inyar sein Dasein in den Kerkern des High Lords der Nacht, hat nur Ausgang, um seinem Herrn als Spion zu dienen. Denn wenn er Albträume bringt, dann geht er mit Informationen über das Seelenleben seines Opfers.

Wie viele seiner Art lebt Vinyarion unerkannt als High Fae in der Gesellschaft und sogar in Teilen seiner eigenen Familie. Seine Mutter, ebenfalls Nachtmahre, verbarg sein Wesen in seiner Kindheit und lehrte ihn, was er wissen musste. Auch heute noch ist sein Name unbefleckt. Es wird sehr viel spekuliert, warum er heute nur noch selten zu sehen ist. Die gängigste Meinung ist eine eskalierte Affäre, die seine Familie unter den Tisch kehrt. Kein Wunder, wo doch Inyar ein gewisser Ruf der Erotik und Sinnlichkeit umgibt. Nach außen führt er als Hofglanz das Leben eines High Fae Sohnes, der dem Genuss zugetan ist, gesegnet mit Schönheit und Anmut und angeblich auch mit Talent in Liebesdingen. Etwas, wozu er selbst stets schweigt. Es liegt in seiner Natur und in seinem Überlebenswillen, diskret zu sein.
Das Dasein im Schatten und die ständige Lüge gegenüber seiner Umgebung haben Vinyarion von klein auf sehr geprägt. Nicht einmal vor seinem Vater war er jemals ganz er selbst. Und weil er gewissen Anforderungen nicht folgen konnte - so ist es beispielsweise keine Option, ins Militär einzutreten und mit anderen Fae in einem Lager oder Kaserne zu nächtigen - gilt er für jenen als Enttäuschung und Schwächling. Ein Ruf, der ihm über die Jahrhunderte anhaftet und der dazu führt, dass ihm auch als vermeintlichen High Fae schnell mit einer gewissen Herablassung begegnet wird. Gegen die er sich nie wirklich gewehrt hat.
Bleib verborgen, sagte seine Mutter. Überlebe. Mehr bist du nicht wert, schlich sich als Glaubenssatz in Vinyarions Innerstes. Sein Selbstwertgefühl ist niedrig, sein Charme teils hohl. Er ist ein sehr guter Lügner und weiß, wie er sich selbst in Szene setzt. Die Träume, die er selbst hegt, das Sehnen nach einem echten, freien Leben, hält er tief in sich verborgen. Stattdessen begegnet er der Welt so wie sie ihm: Mit fehlendem Gewissen, dünner Moral und einem tiefen Rachedurst.

Der Machtwechsel am Winterhof könnte der erste Hoffnungsschimmer seit Jahrtausenden für die Nachtmahre sein. Realistisch gesehen könnte das allerdings weitere tausend Jahre benötigen. Inyars Problem ist es nicht, ein Low Fae, sondern ein Nachtmahr zu sein. Wäre er nicht so unerprobt im Führen von Waffen und obendrein ein Feigling, würde er vielleicht die Mitte als Zuflucht wählen, wie viele seiner Art zuvor. Von denen man allerdings auch nie wieder etwas hörte. So aber verbleibt er in seinem Kerker und ernährt sich zwar von den Albträumen bzw. Ängsten seiner Opfer - nun derjenigen, die sein High Lord auswählt und die er für ihn ausspioniert - verzerrt sich aber seelisch vielmehr nach jedem kleinen Fetzen schöner Träume, die er selbst hegt und bei anderen kurz sieht, ehe er die Dunkelheit, Scham und Bosheit aus den Tiefen ihres Schlafes hervorzieht.
played by Beere
last seen 16.10.2026
since 06.02.2026
position Hofglanz | Spion
Als Kind eines High Fae und einer Astralith Fae wuchs Viorel zwischen den Welten auf. Sie hat sich nie einer der beiden wirklich zugehörig gefühlt, lernte jedoch zuzuhören und sich anzupassen. Zu Beginn war es im Wesentlichen ein Schutzmechanismus, der sich später zu ihrem größten Vorteil herauskristallisieren würde. Während man sie in ihrer Kindheit und Jugend am Hof der Albträume als zurückgezogenes, schüchternes Kind einer gesellschaftlich am absteigenden Ast angesiedelten Familie kannte, ist sie mittlerweile eine femme fatale, die dem inneren Kreis des High Lords der Nacht angehört. Während sie gerne behauptet, dass gesellschaftliches Schäkern ihr in die Wiege gelegt wurden, ist die Wahrheit eine andere. Alles, was sie darstellt, ist eine hart erarbeitete, über Jahrzehnte polierte Fassade. Blickt man in die tiefen Sternenaugen, versinkt man im Nachthimmel. Sie ist eine ausgezeichente Tänzerin und Rednerin, die weiß, wie sie Mimik und Gestik zum Einsatz zu bringen hat. Ihre größte Schwäche ist wohl ihr eigener Stolz und die Angst auf jemanden zu treffen, der erkennt, was sie mit größter Mühe zu verbergen versucht.

Als äußerst unversöhnliche Person mit ausgezeichnetem Gedächtnis scheint man Rachsucht regelrecht als eine ihrer bevorzugten Freizeitbeschäftigungen zu sehen. Praktischerweise haben Fae eine äußerst lange Lebensspanne, weswegen man Pläne in diese Richtung im Zweifel auch über Jahrhunderte ziehen kann. Obwohl sie ihren Vater und dessen neue Familie bevorzugt ignoriert, ist sie dabei sich detailliert zu überlegen, wie sie ihn für das, was ihr selbst und ihrer Mutter angetan hat, büßen zu lassen. Den Drang direkt zu handeln, weiß sie für gewöhnlich gut zu unterdrücken, indem sie sich selbst versichert, dass ihre Zeit noch kommen wird. Viorel ist eine geborene Spionin, die stets die Augen und Ohren nach Gerüchten, Geschichten und Informationen offen hält. Manchmal ist es auch die Welt selbst, die ihr das eine oder andere zuflüstern möchte.

Dass sich die Welt scheinbar im Umbruch befindet, sollte ihr möglicherweise Angst einjagen. Tatsächlich fällt es ihr schwer ihre Faszination von den neuen Möglichkeiten zu verbergen. Von ihrem High Lord wurde sie an den Hof des Winters geschickt, um Informationen über Lady Winter einzuholen. Nicht nur, dass es eine Frau geschafft hat, sich selbst auf den Thron zu erheben - sie ist auch eine Low Fae. Sie ist genau das, was Viorel Zeit ihres Lebens versucht hatte, nicht zu sein, da ihr mehrfach die bessere Stellung der High Faes vor Augen geführt wurde. Zeitgleich spürt sie ihre eigene Loyalität ihrem High Lord gegenüber schwanken. Jenem, dem sie so viel in ihrem Leben zu verdanken hat.
played by Sarah
last seen 22.10.2026
since 09.11.2025
position Spionin
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