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Das Revery ist ein ACOTAR / Reich der sieben Höfe-Forum, welches auf den Büchern von Sarah J. Maas basiert. Wir spielen in einer alternativen Timeline im Jahr 8036 und nehmen somit keinen Bezug auf Buchcharaktere und ihre Storyline. Bespielbar sind bei uns sowohl High, Gewöhnliche Fae oder auch Halb Fae und alle bekannten Höfe. Wir freuen uns auf dich!
Aktuelles
News Der erste Plot wurde angekündigt und wir fassen euch noch einmal neue inhaltliche Dinge zusammen. Zu den News.
19.01.26
Start: Endlich geht es los! Wir haben offiziell eröffnet und freuen uns, auf viele tolle Geschichten, Charaktere und vor allem Spannung.!
09.11.25
1. Plot Wir kündigen unseren ersten Plot an: Nymavelle.
Inplay Start Wir haben mit dem Inplay offiziell begonnen. Viel Spaß!
Zum Plot doch nicht nur den haben wir für euch bereit: Vom 30.01.2026 bis 01.02.2026 findet unser erstes Postingevent statt.
Hof des Sommers
Calior Theris Amariel ist ein High Fae aus dem Hof des Sommers und ein ausgebildeter Krieger. Über viele Jahrzehnte hinweg diente er den Streitkräften seines Hofes, hauptsächlich im Küstengebiet. Er war an Patrouillen, militärischen Einsätzen und der Sicherung von Handelswegen beteiligt und kämpfte auch im Großen Krieg, aus dem er nicht zurückkehrte. Lange galt er als tot oder verschollen.
Calior ist ruhig, direkt und selten impulsiv. Er besitzt eine Ausstrahlung, die ihm den Ruf eines Playboys eingebracht hat, auch wenn dieser seinem tatsächlichen Verhalten nur bedingt entspricht. Er flirtet gern, entscheidet jedoch sehr bewusst, wem er wirklich nahekommt. Bindungen bedeuten für ihn Verantwortung. Die Zeit seiner Gefangenschaft hat seinen Blick auf Nähe verändert und ihn vorsichtiger im Umgang mit persönlichen Beziehungen gemacht.
Während des Großen Krieges wurde Calior gefangen genommen und in einer magisch versiegelten Struktur tief unter dem Ozean festgehalten. Die wasserbasierte Magie hielt ihn über 200 Jahre hinweg in einem halbbewussten Zustand und löschte große Teile seiner Erinnerungen an die Zeit vor seinem Verschwinden. An das, was ihn ausmachte, erinnert er sich jedoch - Calior, der Krieger. Dieses Selbstverständnis erleichterte ihm nach seiner Befreiung den Wiedereinstieg in Training und Patrouillen, auch wenn ihn die Gefangenschaft körperlich geschwächt und emotional verändert hat.
Gegenüber gewöhnlichen Fae verhält sich Calior respektvoll, aber distanziert. Er unterscheidet klar zwischen Stand und Verantwortung, nicht zwischen Wert. Dennoch ist er sich der bestehenden Spannungen zwischen High Fae und gewöhnlichen Fae bewusst und trägt diesen Konflikt auch innerlich mit sich, besonders im Kontext von Schmuggel, illegalem Handel und Grenzverletzungen. Als Krieger des Sommerhofs steht er klar auf der Seite von Ordnung und Gesetz, auch wenn dies bedeutet, persönliche Beziehungen zu gefährden.
Die aktuelle politische Lage betrachtet Calior mit Vorsicht. Viele der Entwicklungen der letzten zweihundert Jahre – darunter die Errichtung der Mauer und das Auftreten der neuen High Lady des Winters – kennt er nur aus Erzählungen. Als Krieger des Sommerhofs beobachtet er diese Veränderungen aufmerksam und versucht, sie einzuordnen, während er auch versucht seinen Pflichten wieder nachzukommen.
Zum Großen Krieg fehlen Calior die Erinnerungen. Er weiß, dass er beteiligt war, kann ihn jedoch nicht einordnen. Langfristig versucht er, seine Erinnerungen zurückzugewinnen und seinen Platz im Sommerhof neu zu definieren.
played by SarahStern
last seen 17.10.2026
since 13.12.2025
position Krieger des Sommerhofs
Chrysanth Valoryn, ist auf den ersten Blick kaum das, was man von einem Fae seines Alters erwarten würde. Mit seinen mittlerweile 747 Jahren bewegt er sich durch die Welt mit einer Leichtigkeit, die fast schon fahrlässig wirkt - ein Eindruck, den er nicht nur zulässt, sondern bewusst kultiviert. Humorvoll, scheinbar planlos und mit einer Vorliebe für riskante Entscheidungen ausgestattet, gibt er sich als jemand, der mehr Glück als Verstand besitzt. Er lacht zu laut, nimmt zu wenig ernst und wirkt oft, als würde er sich selbst nicht einmal zutrauen, einen einfachen Plan konsequent zu Ende zu denken. Genau darin liegt jedoch seine größte Stärke: unterschätzt zu werden.
Hinter dieser Fassade verbirgt sich ein scharfer Beobachter, der die Mechanismen von Macht, Handel und sozialer Ordnung sehr wohl versteht und ihnen auf seine eigene Weise entgegenwirkt. Aufgewachsen ist Chrysanth, entgegen seiner sehr eindeutig winterlichen Abstammung, auf den Straßen von Thalassa, nachdem er als schiffbrüchiges Kind dorthin gelangte. Aus dieser Umgebung heraus entwickelte Chrysanth nicht nur ein weitreichendes Netzwerk, sondern auch eine grundlegende Skepsis gegenüber Hierarchien, die auf Herkunft und Reichtum basieren. Seine sozialistischen und anarchistischen Überzeugungen sind dabei alles andere als passiv. Chrysanth glaubt nicht an die Legitimität eines Systems, in dem wenige über viele bestimmen, und verfolgt - wenn auch subtil - das Ziel, genau diese Strukturen zu unterlaufen. Sein bevorzugtes Mittel ist dabei wirtschaftlicher Natur: Durch gezieltes Preisdumping bietet er Waren weit unter ihrem eigentlichen Wert an, macht sie für jene zugänglich, die sich diese sonst nicht leisten könnten, und stört gleichzeitig die gewinnorientierten Mechanismen des Sommerhofs. Was nach Unbedachtheit aussieht, ist in Wahrheit kalkuliert: ein leiser, aber konsequenter Widerstand gegen ein System, das er als ungerecht empfindet. Trotz seiner ablehnenden Haltung gegenüber Machtstrukturen ist Chrysanth kein Revolutionär im klassischen Sinne. Er agiert nicht offen, sucht keine Bühne und keine Anhängerschaft. Stattdessen bewegt er sich bewusst unter dem Radar, nutzt seine Rolle als harmloser Narr, um sich Freiräume zu schaffen und Einfluss auszuüben, ohne als Bedrohung wahrgenommen zu werden. Freiheit ist dabei sein zentraler Antrieb; nicht als abstraktes Ideal, sondern als gelebte Praxis. Er weigert sich, sich festlegen zu lassen, und vermeidet alles, was ihn in feste Strukturen zwingen könnte, selbst wenn ihm dadurch Einfluss oder Sicherheit entgehen.
Das Auftauchen der High Lady des Winterhofs, die zudem den Status einer Low Fae trägt, bedeutet für Chrysanth jedoch ein seltener Moment echter Aufmerksamkeit. Nach außen hin reagiert er bei diesem Thema mit einem halb amüsierten, halb neugierigen Kommentar, der die Situation auf die leichte Schulter nimmt - als wäre es lediglich eine weitere Kuriosität in einer ohnehin absurden Welt. Innerlich jedoch beschäftigt ihn diese Entwicklung deutlich stärker. Eine solche Figur stellt gleich mehrere Grundannahmen infrage: die Unantastbarkeit von Blutlinien, die Starrheit höfischer Hierarchien und die vermeintliche Unveränderlichkeit bestehender Machtverhältnisse. Chrysanth sieht darin weniger eine Bedrohung als vielmehr eine Möglichkeit. Nicht im Sinne blinder Hoffnung, sondern als seltenes Beispiel dafür, dass selbst festgefahrene Systeme Risse bekommen können.
played by Maya
last seen 09.09.2026
since 13.02.2026
position Händler von Unterwasserschätzen / Anarchist
Neutralität. Das war immer das, was sich Elion bewahren wollte. Bereits als Kind lernte er unter der Führung seines Vaters die Wichtigkeit dessen kennen. Wer sich stets neutral verhielt, würde sie wenigsten Verluste haben. Das hatte sich bereits in Kriege zwischen anderen Höfen gezeigt und sein Vater meinte oft, dass der Hof des Sommers nur daher seinen Reichtum hatte. Genau diese Neutralität bewahrte sich Elion bis heute und gilt beizeiten unter seinen High Lord-Kollegen als oberflächlich und gar feige. Aber wer wäre er, wenn er viel Wert auf diese Worte geben würde? Schließlich machte sich genau seine Einstellung bezahlbar, oder?
Früher zeigte sich sein Selbstbewusstsein ganz anders. Ja, beinahe schon in Arroganz. Für ihn gab es nichts Wichtigeres als seine Freiheit auszuleben - in Feiern, Frauen und jeder Menge Alkohol. Kein Wunder also, dass Elion sehr trinkfest ist. Und vermutlich gibt es auch einige Abkömmlinge aus seinen früheren Liebschaften, von denen er natürlich nichts weiß. Elion nutzte seine Freiheit, um die Höfe kennenzulernen und im Auftrag seines Vaters diplomatische Verhandlungen zu führen. Denn auch, wenn man es dem Freigeist nicht zutraute, er besaß großes, diplomatisches Geschick und wusste ganz genau, welche Worte er wählen musste, um das zu bekommen, was er wollte. Als Elion schließlich zum High Lord wurde, musste er erwachsen werden. Wortwörtlich. Er musste zeigen, dass in ihm ein Anführer steckte. Jemand, der wusste, wie man ein Volk regierte. Und selbst nach 630 Jahren kann er sagen, dass er seinen Job gut gemacht. Nicht nur erweiterte er den Beraterstab, sondern kümmerte sich auch um die Erhaltung des Naturschutzes sowie um die Förderung besonderer Talente - ganz gleich, ob High oder Low Fae. Das machte für ihn keinen Unterschied. Es musste nur dem Hof dienlich sein. Dabei stellte er erstaunlich unternehmerisches Geschick zutage. Fae, die ein Unternehmen gründeten, wurden von Elion gefördert und er erhielt einen gewissen Prozentsatz der Gesamteinnahmen. So konnte er seinen Reichtum vergrößern und sogar Low Fae zu Reichtum verhelfen. Elion hat kein sonderlich großes Interesse an höfischen Intrigen und nutzt seine Magie zur Verschleierung, um sich unter das Volk zu mischen. Auch, um unter anderem dem hiesigen Bordell der Hauptstadt vielleicht einen kleinen Besuch abzustatten. Im Großen Krieg verhielt sich Elion ebenfalls neutral und hatte die wenigsten Verluste. Die Grenzen öffnete er für Flüchtige. Für all jene, die Schutz suchten. Nach dem Krieg hatte er keine sonderlich großen Probleme, auf menschliche Sklaven zu verzichten. Schließlich verzeichnete der Hof des Sommers kaum welche.
Auch, als die High Lady des Winters an die Macht kam, eine Low Fae, erkannte er keine Gefahr darin. Elion glaubte, dass jemand einen Hof regieren sollte, der im Sinne der Bevölkerung handelt. Und das sollte unabhängig von der Abstammung oder des Geschlechts geschehen.
played by Tini
last seen 12.10.2026
since 18.01.2026
position High Lord des Sommers
Der Name Therys genießt heute längst nicht mehr den Ruf, den er einst besaß. Daher nennt Kalea ihren Nachnamen so gut wie gar nicht. Kalea ist in vielen Gegenden ihres Hofes bekannt und doch ist sie bei ein paar Personen schon beinahe in Vergessenheit geraten. Früher galt Kalea Therys als eine der vielversprechendsten Wächterinnen des Sommerhofes. Loyalität war für sie nie bloß ein Wort, sondern eine Selbstverständlichkeit. Mit ihrer humorvollen Art gewann sie schnell die Sympathien ihrer Kameraden und selbst in den dunkelsten Stunden des Krieges war sie oft diejenige, die Ruhe bewahrte und andere dazu brachte, weiterzukämpfen. Ihre Magie, die Spiegelung, machte sie während des Krieges zu einer wertvollen Verteidigerin. Doch nicht nur das konnte sie sehr gut, sondern lernte auch Bomben herzustellen. Damals wusste sie jedoch noch nicht, dass sie bald ihren Halt und den Sinn in ihrem Leben verloren würde. Immerhin gab es damals eine Person, die alles für sie war und die einzige Person zu der sie eine gewisse Liebe spüren konnte. Er war ihr ein und alles und doch hat sie ihn verloren. Wie? Das ist ihr bis heute nicht klar. Sie ahnt – oder eher gesagt, sie hofft –, dass er noch am Leben ist. Immerhin hätte sie es doch sonst gespürt, oder nicht? Wobei man auch sagen musste, dass das Band noch nicht ausgereift zu sein schien. „Ich komme wieder und dann führe ich dich richtig nett aus.“ Waren die letzten Worte von ihm gewesen, ehe er verschwand und niemand ihr etwas sagen konnte.

Die ersten Jahrzehnte nutzte sie noch ihren Posten als Wächterin um etwas herauszufinden. Doch das ist lange her. Heute zählt sie zu den bekannten Gesichtern des Schwarzmarktes von Thalassa und ist nicht mehr als Wächterin bekannt. Diesem Beruf hat sie abgeschworen und ist eher in die dunklere Schiene abgerutscht. Schon als Wächterin hat sie sich sehr für Substanzen und der Gleichen interessiert, aus diesem Grund ist sie für Tränke aller Art, kleinere (oder auch größere Bomben) oder andere nützliche Substanzen verantwortlich. Kalea hat die Suche nach Calior nie aufgegeben und auch wenn sie nach außen eher unnahbar oder „hart“ wirkt, ist sie das nicht. Sie hat noch immer eine sanfte Seite an sich, die vor allem bei Kindern oder jungen Fae gerne herauskommt. Kalea nimmt die eine oder andere Fae (egal welchem Geschlecht angehörig) auf und hilft ihnen, bevor sie elendig auf der Straße verrecken. Sie weiß wie es ist ohne Familie zu leben – da ihre bereits vor langer Zeit in die Mitte floh (näheres unter Hintergrund) - und möchte das keinem zumuten. Kalea hat die Suche nach Calior niemals aufgegeben und versucht auch über ihre Geschäftspartner an Informationen zu kommen, ohne Erfolg.

Sie ist abgestumpft über die Jahrhunderte. Kaum einer von damals vermag sie noch vom Charakter her zu erkennen. Auch so wirkt sie recht Ziellos, während sie früher große Ziele vor sich hatte: einen hohen Wächterposten, gute Ausbildung haben. Heute ist es anders, sie verfolgt nur ein Ziel: Calior finden, über die Runden kommen und irgendwie versuchen das Beste aus allem zu machen. Das sie ihr Leben manchmal sinnlos aufs Spiel setzt ist ihr egal, denn zu verlieren hat sie eh nicht mehr viel. Der Krieg interessiert sie kaum. Nicht aus Gleichgültigkeit, sondern weil sie längst gelernt hat, dass Höfe selten aus den Gründen kämpfen, die sie ihren Soldaten erzählen. Dennoch beobachtet sie die Entwicklungen aufmerksam. Konflikte bedeuten Nachfrage – nach Tränken, Sprengsätzen und anderen Dingen, die besser nicht offiziell gehandelt werden. Und vielleicht führt einer dieser Aufträge sie irgendwann doch zu der Spur, nach der sie seit Jahrhunderten sucht.

Im übrigen hat sie auf Grund ihrer Nähe zum Schwarzmarkt, und weil sich dort viele Fae immer tummeln, kein Problem mit Halb-, Low oder High Fae. Man kann immerhin mit allen gut umgehen.
played by San
last seen 01.10.2026
since 11.05.2026
position Schwarzmarkthändlerin
Irgendwann einmal war die Familie Maelcarin einmal vermögend, angesehen und arrogant. Mittlerweile ist wohl nur Letzteres geblieben. Man hält sich für etwas Besseres und gibt alles, um die Fassade und den Schein zu wahren. Fakt ist jedoch, dass das einstige Imperium zusammengebrochen ist. Es gibt kein Vermögen mehr und man klammert sich höchstens verzweifelt an das, was langsam aber sicher in ferne Erinnerung rückt. Die Misswirtschaft und Selbstüberschätzung führte schließlich dazu, dass man zu ungeachteten Maßnahmen greifen musste. Lysander, einst der geschätzte Prinz, der wohl zu nah an die Sonne herangeflogen ist, wurde von seiner Familie am Herbsthof an den Sonnenpalast verkauft. Er wurde von der Sultana ausgebildet, leistet - ungeachtet des Geschlechts - jenen, die gewillt sind, den Preis zu zahlen, Gesellschaft. Lysander hat eine Reihe an Gönnern und Gönnerinnen, die ihm verfallen sind. Jene, die vielleicht nicht ahnen, dass jedes Geheimnis und jeder Schatz, der ihm zum Geschenk gemacht wird, möglicherweise irgendwann gegen sie verwendet werden kann. Lysander mag ein gefallener Prinz sein, hat jedoch nach wie vor die Attitüde eines Künstlers. In Kunst und Malerei bringt er zum Ausdruck, was hinter der gepflegten Fassade verborgen bleibt. Er ist egozentrisch und engstirnig, hält sich als High Fae für etwas Besseres und würde jedem binnen Sekunden ein Messer in den Rücken rammen. Jedem, bis auf seiner kleinen Schwester. Doppelmoral ist in Bezug auf sie sein zweiter Vorname. Sie hat sichtbares Low Fae Blut und wenngleich er jeden mit Freuden in den Tod schickt, würde er für sie alles geben, was ihm möglich ist. Sie arbeitet im Sicherheitsbereich des Sonnenpalasts, hat wie er selbst mit aggressiven Ausbrüchen zu kämpfen, denn den Wunsch zu zerstören, haben sie beide in die Wiege gelegt bekommen. Sieht man die beiden, geht man möglicherweise davon aus, dass insbesondere seine Schwester ihre schmutzigen Finger in den krummen Geschäften der Hafenstadt vergraben hat, doch Lysander - “die Prinzessin” - würde keine Gelegenheit auslassen, andere für sein eigenes Wohl bluten zu lassen.
played by Sarah
last seen 02.10.2026
since 06.12.2025
position Prostituierter
Eine zarte, mädchenhafte Fae in fließenden Gewändern bewegt sich durch Thalassa, doch wer hier schon länger verkehrt, weiß es besser, als sie zu unterschätzen. Weiß, dass sie weder Beute ist noch eines der leichten Mädchen, sondern Jägerin. Innerhalb weniger Jahre hat sie sich einen Ruf erarbeitet, der so ganz anders ist als die Bilder ihrer beiden vorherigen prägenden Lebensphasen: die der Untergrundkämpferin ohne Namen und ohne Wert und die der hochwohlgeborenen Lady voller Wert, doch nur materiell.

Lythéria ist die vermeintliche Tochter der Familie Maelcarin, eine High Fae Dynastie des Herbsthofs, welche sich seit Jahrhunderten bereits im Niedergang befindet. Statt sich würdevoll dem eigenen Herbst zu fügen oder sinnvoll dagegen zu arbeiten, tut diese Familie jedoch alles dafür, noch möglichst lang den Schein zu wahren - und war dementsprechend auch bestrebt, Lythérias beschämende uneheliche Herkunft zu kaschieren. Es sprach nichts dagegen, dass der Hausherr sich mit dem Personal vergnügte, doch Kinder gab es damit offiziell nie. Stattdessen wurde Lyta unerbittlich zur Tochter des Hauses und vielversprechendem Heiratsmaterial geformt. Sie lernte auf ihre eigene Herkunft, ihre Mutter und alle gewöhnlichen Fae als etwas dreckiges, minderwertiges hinabzusehen und umso ehrgeiziger selbst danach zu streben, diesen Makel unsichtbar werden zu lassen. Sie lernte auch den Schein zu lieben und machte es zu ihrem eigenen größten Wunsch, einen High Fae zu heiraten, der ihr noch mehr gesellschaftlichen Status und ein Leben im Mittelpunkt bescheren könnte. Aufmerksamkeit schmeichelt Lyta sehr.

Für alle brach dieses Luftschloss zusammen, als sich im Heranwachsen ihr Glutwandlererbe zunehmend stärker zeigte. Die teils brutalen Methoden, mit denen der Vater versuchte, die Merkmale zu unterdrücken, zogen tiefe Narben in die junge Fae. Bis heute verabscheut Lythéria Teile ihrer selbst, während sie sich ausgerechnet dann am stärksten und freisten fühlt, wenn die Glut durch ihre Haut bricht. Die Anspannung und das Verleugnen führen schon lange dazu, dass ihre Beherrschung regelmäßig zusammenbricht und ihre Impulskontrolle gänzlich gestört ist. Dann verabschiedet sich das zarte Wesen und macht Raum für einen zerstörerischen Geist. Was Lyta optisch ausmacht, zeigt also auch, wer sie innerlich ist. Auch charakterlich war sie immer zu wild und eigensinnig, um in die Form zu passen, in die sie als Frau im Herbst gepresst werden sollte. Immer wieder entspricht sie nur beinahe einem Ideal, ehe doch alles in Flammen aufgeht. Zwischen dem weiter bestehenden eigenen Wunsch eine liebliche, glamouröse Dame zu sein und der Realität, dass sie dafür nicht nur zu leidenschaftlich, sondern auch zu aggressiv ist, kommt es immer wieder zu Ausbrüchen des Feuers und der Verzweiflung. Die feinen Lippen können fluchen und schreien wie ein Hafenarbeiter. In beinahe allem, was Lythéria will und tut, ist sie maßlos, fordernd und gierig. Kompromisse sind nicht gerade ihre starke Seite und Zeit ihres Lebens fällt es ihr schon schwer, einfach mal zufrieden zu sein. Sie verabscheut das Mittelmaß, fehlenden Ehrgeiz und fehlende Selbstachtung. Gegenüber Charakterschwäche ist sie nicht gerade sehr nachgiebig oder gar rücksichtsvoll. Vom angeblich so lieblichen Wesen der Glutwandler ist bei ihr nicht viel geblieben, vielmehr ist sie eine Naturgewalt, die kein Feuer als Kernmagie braucht. Was sie allerdings beherrscht, ist eine unterschiedliche Klaviatur der Mittel. Immerhin ist sie schön und zart UND gewaltbereit und grausam. Nicht alles muss mit dem Kopf durch die Wand - wichtig ist vielmehr das Ziel und die Freude am Weg. Das können auch Manipulation und perfide gesponnene Intrigen sein, insbesondere gegenüber High Fae und Männern, die sie mit belastender Hassliebe verfolgt.

Neben den verlorenen Idealen, denen sie immer noch hinterherrennt und von denen sie eigentlich längst kein Teil mehr ist, wird sie neben der Wut darüber vor allem von einer vergeblichen Suche nach Ersatz beherrscht. Ihr Leben in Thalassa ist sicher nicht, was sie als Endpunkt ansieht. Sie ist nur hier wegen ihres Bruders, des einzigen Fae, der sie immer geliebt hat und für den sie alles tun würde. Doch um in der neuen High Lady des Winters eine Brücke und Zukunft für ihr persönliches Dilemma sehen zu können, fehlt ihr das Zutrauen.
played by Beere
last seen 10.10.2026
since 18.05.2026
position Palasthüterin im Sonnenpalast
Ein unbedeutsamer Name, keinerlei Rang und Stand – und der Fakt, sehr lebendiges und sichtbares Blut der Flussnymphen zu tragen, formte das Leben der jungen Low Fae beständig und nachhaltig. Entsprang sie doch aus einer Liebelei, die keinerlei Zukunft hatte und ein Resultat hervorbrachte, für das man sich zu schämen hatte. Gaben die Flussnymphen doch klar vor, was in ihrer Welt in Ordnung war und was…eher Abschaum. Ihrer Mutter wurde von einem High Fae des Frühlings das Herz gebrochen, auch wenn sie versuchte ihr Kind zu lieben, es aufzuziehen und zu integrieren, scheiterte sie darin gewaltig und musste bekümmert zusehen, wie ihre Tochter gepiesackt und ausgeschlossen wurde. Ein unschuldiger, fröhlicher Geist ist Miwa, deren Name für sanfte Melodien steht, dennoch geblieben. Eines Tages verschwand ihre Mutter spurlos, ob absichtlich oder durch ein unglückliches Ereignis, weiß die Flussnymphe bis heute nicht, doch ohne das sanfte Schutzschild welches ihre Mutter darstellte, war sie Hänseleien und Anfeindungen klarer ausgesetzt, fand nie Anschluss bei Ihresgleichen, und trieb etwas ziellos, wenngleich neugierig und weltoffen durch die Flüsse des Frühlingshofes. Von Etikette und Bildung hat sie also nur aus der Ferne etwas gehört, freundlich ist sie dennoch, wenngleich manchmal unabsichtlich etwas aufdringlich in ihrer Hilfsbereitschaft. So sehr ihr die Nähe zu Gleichgesinnten fehlte sucht sie Anschluss und Nähe in der Welt und seinen Bewohnern, und durch ihre doch recht orientierungslose, leichtsinnige Art spülte es sie aus einem der wilderen Flüsse hinaus ins Meer, wo Salzwasser und nie gesehene Hindernisse sie zusätzlich durcheinandergebrachten und schwächten. Einen sicheren Hafen fand sie am Sommerhof, wo sich ihren großen blauen Augen ganz neue Welten öffneten. Orte und Fae, die erforscht und kennengelernt werden mussten! Zumindest scheint es eher wie die Chance darauf, mehr zu lernen, Teil von etwas zu werden, wo man mit weniger Vorurteilen und Herabwürdigung behandelt werden könnte. Wusste sie doch zumindest, dass der Hof des Sommers unparteiischer war, von Kapitalismus hat sie als kleiner Fisch keinerlei Ahnung, weiß aber, dass Fleiß durchaus wertgeschätzt werden könnte. Oder ihr zumindest die Möglichkeit gibt, nicht von einem Flusszweig zum nächsten zu flüchten und trübselig vor sich hinblubbernd zu existieren. Für eine Fae mag Miwa Elaris noch recht jung sein, geradeso als ausgewachsen gelten aber versteht meist noch weniger von Normalität und Regeln, als Gleichaltrige es tun. Zu Politik und aktuellem Geschehen hat sie dementsprechend wenig Zugang, hat erst jetzt Geflüster und Tratsch aufgeschnappt, weiß damit aber nicht viel anzufangen. Klingt für sie eine High Lady doch ziemlich gut und positiv...oder nicht? Zeit, die fehlenden Erfahrungen und Wissenslücken nachzuholen, hat sie jetzt, auch wenn sich ihre Blauäugigkeit sicherlich nicht immer so praktisch auswirkt, auf sich selbst und Umstehende gleichermaßen. Doch zumindest ihre Kernmagie der Vitalisierung zahlt sich als nützlich aus, und ist ein willkommenes Geschenk, auch wenn sie diese oftmals fast schon automatisch bei Berührung nutzt und erst zu spät realisiert, wenn es sie selbst auslaugt.
played by Jules
last seen 02.10.2026
since 07.09.2026
position fleißiges Helferlein
Geboren und aufgewachsen in bescheidenen Verhältnissen, ist Naelira Luxaelis der lebende Beweis dafür, dass nicht nur die Wege der Mutter unergründlich sind, sondern auch das Schicksal seine Finger im Spiel des Lebens hat. Ihr Werdegang ist nicht nur auf dem Pergament faszinierend, sondern auch eine Inspiration für die gesamte Gesellschaft des Sommerhofes. Von einer einfachen Priesterin, die ihr eigenes Leben der Entstehung von neuem Leben gewidmet hat, bis hin zur höchsten Ehre, die einer Gläubigen zuteil werden kann, hat Naelira alle Stationen des irdischen Seins durchlaufen. Ihrer eigenen Magie beraubt, bedient sie sich nun der Essenz der großen Mutter, wenngleich sie zu den eher zögerlichen Anwenderinnen dieser Kräfte gehört. Naelira ist stets versucht, besonnen und vor allem zum Wohle des Sommerhofes zu handeln. Gütig und wohlwollend in ihrer Erscheinung, vermag die Hohepriesterin die religiösen und gesellschaftlichen Wege ihrer Untergebenen geschickt zu lenken und wird nicht nur dafür innerhalb der Reihen der Fae in besonderem Maße respektiert. Trotz ihrer zierlichen Erscheinung, ist sie nicht zu unterschätzen. Zwar mag ihr Körper zierlich- und die damit verbundenen Kräfte spärlich sein, doch das genaue Gegenteil trifft auf ihren Geist zu. Naelira zu brechen, wäre ein unmögliches Unterfangen. Mit eisernem Willen und einem stählernden Geist gesegnet, hat sie schon so manchen Skeptiker charmant in die Flucht geschlagen. Den Augen der Hohepriesterin entgeht nichts, was am Sommerhof vor sich geht und es scheint, als ob die Gezeiten höchstselbst zu ihr sprechen würden. Wenn es ihre Zeit erlaubt, misst sich Naelira gern mit Gleichgesinnten im Seepferdchenrodeo oder fertigt mit den unerschöpflichen Sandvorräten des Sommerhofes kleine Schmuckstücke aus Glas, in denen sie das sprichwörtliche Glück konserviert. Hierfür nutzt die Hohepriesterin ihren ureigenen Duft, den zu übertragen sie über viele Jahrhunderte hinweg und mit Hilfe von Juwelieren und Parfümeuren erlernt hat. Die dadurch entstehenden und äußerst raren Ergebnisse verleiht die Hohepriesterin an Mitglieder des Sommerhofes in einer Zeremonie, um herausragende Arbeit für die Gesellschaft und die Religion selbst zu ehren. Es ist ein Stück weit auch die Bemühung darum, gewohnte Traditionen und Gepflogenheiten zu bewahren und weiterzutragen, denn insbesondere durch die kürzlichen Veränderungen im Weltgefüge ist sich Naelira sicher, dass Beständigkeit - auch um Sorgen und Ängste zu mildern - wichtiger denn je ist. Zeitgleich wandert ihr Blick immer öfter der Sonne entgegen, in der Hoffnung das die Mutter ihr Zeichen und eine Richtung für das weist, was in der Zukunft für Herausforderungen auf sie, ihre Schwestern und ganz Prythian warten.
played by Lotte
last seen 09.10.2026
since 04.02.2026
position Hohepriesterin des Sommers
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Design by: Romy & San; Basis by: Jule & Anne; Text by: Beere, Romy & San